Pfarre Kopfing

Bründlkapelle Drucken E-Mail
Maria Bründl – Kapelle in Kopfing , im Volksmund als Rotbründlkapelle bezeichnet, ist seit 1583 belegt. Sie stand ungefähr dort, wo die Pfarrer Gröpp´n in die Dorfstraße einmündet
Das Wasser des Bründl entsprang vom Güllnberg. Weil es durch eine rote Rinne sprudelte, kam vor mehr als 300 Jahren nicht nur das Bründl zu seinem Namen „ Rotbründl“ sondern auch die südöstlich der Kapelle wohnhaften Kopfinger nannte man „Rotbründlinger“.
Die hölzerne Rotbründlkapelle wurde 1756 durch einen Steinbau ersetzt, 1763 erhielt sie die Messlizenz, aber schon 1785 ließ Josef II die Kapelle schließen. Zur selben Zeit wurden unter Josef II eine neue Pfarreinteilung durch die Ortschaften Engertsberg und die umliegenden Ortschaften von der Pfarrer Raab nach Kopfing kamen.
1755 ein Jahr vor dem Neubau der Bründlkapelle berichtete der kurbayrische Kalender von einem Sternenwunder. Ein vierstrahliger Roter Stern von der Größe einer zinnernen Schüssel schwebte knapp über dem Horizont. Über eine Woche lang waren nach dem Gebetläuten an die 100 Personen Zeugen dieser wundersamen Erscheinung. Nach den Berichten darüber kam es zu einem wahren Ansturm von Wallfahrern. Votivgaben zeugten von Heilungen, aus dem Bründl war ein Heilbründl geworden. Wo der Stern erschien ist noch nicht ganz klar. Dass es nicht beim Kopfinger Bründl gewesen sein kann, bestätigt die Ortsangabe unweit dieser Pfarre. Die Gegend des Glatzinger Bründls gehörte damals noch zur Pfarre Kopfing. Daher ist folgende Erklärung einleuchtend.
Diese Erscheinung des Stern im Jahre 1755 wurde wohl in Richtung des damals schon für heilkräftig gehaltene Glatzinger Bründl wahrgenommen. Wahrscheinlich wurde dort für die ersten Wallfahrer eine einfache Holzkapelle gebaut, diese erlangte aber nicht die Bedeutung der Bründlkapelle in Kopfing und entging deswegen einer Schließung durch Josef II. es ist zu vermuten, dass sich mit dem Ende der Kopfinger Rotbründlkapelle deren Bedeutung auf das Glatzinger Bründl übertrug: Votivgaben aus der abgerissenen Kopfinger Bründlkapelle wurden zum Glatzinger Bründl gebracht. Auch die Tradition der Fußwallfahrten mitsamt dem Patrozinium Maria Heimsuchung verlagerte sich zu 1790 neu aufgebauten gemauerten Glatzinger Bründlkapelle. Wahrscheinlich wanderte auch der Name Rotbründl von der nicht mehr existierenden Kopfinger Heilquelle zum Glatzinger Bründ, und als Rotbründlinger bezeichneten sich seit damals nur mehr die dort lebenden Menschen.
1978 wurde wegen Baufälligkeit der alten Kapelle mit dem Neubau der Kirche begonnen. Die im selben Jahr von Weihbischof Dr. Alois Wagner am 15.10.1978 eingeweiht wurde.
Aktualisiert ( Dienstag, den 11. März 2008 um 22:59 Uhr )