| Pfarrkirche |
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Da von der alten Kirche nur der Turm stehen blieb, wurde mit dem Kirchenbau das Presbyterium völlig neu gestaltet.
In der halbrunden Altarnische über dem Tabernakel zieht eine barocke Kreuzigungsgruppe (Salzburger Meister um 1750) den Blick auf sich. Diese Anordnung wird als „Gnadenstuhl“ bezeichnet: Gott Vater hält das Kreuz, der Längsbalken des Kreuzes mit den Wolken darüber steht für die Himmelfahrt Christi. Das Kreuz reicht von der Erde (Maria am Kreuzessockel) durch die Wolken empor in den Himmel bis hinauf zu Gott Vater.
Flankiert wird diese Himmel und Erde verbindende Kreuzigungsgruppe von zwei Statuen, welche die beiden Kirchenpatrone Johannes Evangelist und Johannes den Täufers darstellen, - ebenso wie beiden wunderschönen Glasfenster gleich daneben; ihre Stifter waren der gebürtige Kopfinger Johann Nepomuk Hauser (Priester, päpstlicher Prälat, Landeshauptmann von Oberösterreich; 1866-1927) und Pfarrer Matthias Hufnagl (1867 – 1937), 1904 / 05 „Bauherr“ der Kopfinger Pfarrkirche. An den Seitenwänden zeigen die Statuen neben den Fenstern St. Josef und St. Anna.
Die vier Statuen (wahrscheinlich 18. Jh.) stammen aus der alten Pfarrkirche und von Bauernhöfen der Pfarrgemeinde.
Das Deckengemälde zeigt das „Lamm Gottes“ auf dem Buch mit den 7 Siegeln, es ist ein Werk des Salzburger Bildhauers Sepp Meierhofer.
Geht man den Mittelgang zurück, kommt die Empore mit der schönen Orgel in den Blick.
Die Vorderansicht wurde von Dombaumeister Matthäus Schlager entworfen, die Orgel (29 Register, 2 Manuale) 1913 vom Orgelbaumeister Breinbauer aus Ottensheim gebaut.
Josef Ruhland
Literatur:
Heinzl, Alois: Pfarrblätter. Eigenvervielfältigung: Kopfing 1955 – 1992.
Klaffenböck, Johann: Mündliche Hinweise.
Ruhland, Josef: Heimatbuch der Gemeinde Kopfing. OÖ. Landesverlag: Ried 1976.






