Wednesday 15. July 2020
Pfarre Kopfing

Das Bildnis des Barmherzigen Jesus

Das Bildnis des Barmherzigen Jesus
     
Sehr ausdrucksvoll war das Gespräch zwischen der Hl. Faustyna und Jesus über das gemalte Bild: "Ich sagte zum Herrn: Wer vermag Dich so schön zu malen, wie Du bist“? Darauf hörte ich folgende Worte. Nicht in der Schönheit der Farben oder des Pinselstrichs liegt die Größe dieses Bildes, sondern in Meiner Gnade".
(Tagebuch 313)


Aus diesem Gespräch strahlt die Aufrichtigkeit der Person, die in ihren mystischen Erlebnissen die Schönheit des auferstandenen Erlösers sah. Der Herr Jesus erschien der Hl. Faustyna oft in einer solchen Gestalt, wie Er auf dem Bild ist (Tagebuch 473, 500, 851, 1046, 1565), und mehrmals forderte Er auch, dass dieses Bild zur Verehrung der Gläubigen zugänglich gemacht werde. Das beweist, dass Jesus dieses Kunstwerk akzeptierte - Er heiligte es durch Seine lebendige Anwesenheit.

In der späteren Korrespondenz mit dem Priester Sopocko schreibt die Hl. Faustyna: "Gott gab mir zu erkennen, dass Er damit zufrieden ist, was schon gemacht wurde“. Als ich mich im Gebet und in der Nähe Gottes vertiefte, erfuhr ich in der Seele einen tiefen Frieden über das ganze Werk. Und jetzt, was diese Bilder (Kopien) anbelangt, Leute fangen an sie zu kaufen und manch eine Seele erfuhr schon Gottes Gnade, die durch diese Quelle geflossen ist. Wie alles, so wird auch dies langsam weiter gehen. Diese kleinen Bilder sind nicht so schön, wie das große Bild. Sie werden von denjenigen gekauft, die durch Gottes Gnade hingezogen werden."
(ein Ausschnitt des Briefes, Krakau, 21. Februar 1938)

Dank der Bemühungen des Priesters Sopocko wurde das Bild vom Barmherzigen Erlöser am 26.-28. April 1935 im Fenster der Ostrobramska-Kapelle in Vilnius ausgestellt und, während der Feier zum Abschluss des Jubiläumsjahres der Welterlösung, das erste Mal den zahlreichen betenden Gläubigen zur Verehrung übergeben. "Als das Bild ausgestellt wurde, sah ich eine lebendige Bewegung der Hand Jesu; er machte ein großes Kreuzzeichen.
Am gleichen Abend sah ich, wie das Bild über die Stadt ging. Die Stadt war mit Schlingen und Fangnetzen bestückt. Als Jesus vorüberging, durchschnitt Er alle Schlingen“.
(Tagebuch 416)


Diese Feier fiel auf den 1. Sonntag nach Ostern zeitlich zusammen, wie das Jesus der Herr gefordert hatte. An dem Fest nahm die Hl. Faustyna teil und die Predigt über die Barmherzigkeit Gottes hielt Priester Sopocko. "Als er von der großen Barmherzigkeit des Herrn sprach, nahm das Bild eine lebendige Gestalt an und die Strahlen drangen in die Herzen der Versammelten, aber nicht in gleichem Masse“.
(Tagebuch 417)

"Als am Ende der Andacht der Priester das Allerheiligste nahm, um den Segen zu erteilen, sah ich Jesus, wie auf dem Bild. Der Herr segnete und die Strahlen gingen in alle Welt. Da erblickte ich eine unzugängliche Helligkeit, wie eine Wohnung aus Kristall, die aus Lichtwellen geflochten wurde und weder Geschöpfen noch Geistern zugänglich war. Zu dieser Helligkeit gab es drei Türen - und in diesem Augenblick ging Jesus, in einer solchen Gestalt wie auf dem Bild, in dieses Licht hinein - durch die zweite Tür- ins Innere der Einheit".
(Tagebuch 420)

Die Festlichkeiten in Ostra Brama in Vilnius waren eine öffentliche Offenbarung der Macht der Barmherzigkeit Gottes; für die Hl. Faustyna - ein Zeichen und die Erfüllung schon früher angekündigter Gnaden.

"Drei Tage lang war das Bild öffentlich ausgestellt und von den Menschen verehrt worden. Das Bild war in der "Ostra Brama", im Giebelfenster, ausgestellt und konnte von weitem gesehen werden. In "Ostra Brama" wurde feierlich drei Tage lang der Abschluss des Jubiläumsjahres der Welterlösung begangen – 1900 Jahre seit dem Leiden des Erlösers. Jetzt sehe ich, dass das Erlösungswerk mit dem vom Herrn verlangten Werk der Barmherzigkeit verbunden ist".
(Tagebuch 89)

Papst Johannes Paul II. betete während der Pilgerfahrt nach Litauen am 5. September 1993 vor dem Bild des Barmherzigen Jesus in der Kirche des Heiligen Geistes in Vilnius. In seiner Predigt zu den Gläubigen nannte er dieses Bild:

„EIN HEILIGES ABBILD"
Corona Verhalten in der Pfarrkirche
Caritas OÖ - wir sind für Sie da !
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Herz Jesu Monat Juni – Herz Jesu Fest (heuer am Freitag, 19.Juni)
Altarbild der Pfarrkirche Kopfing

 

Text von Pfarrer Lambert Wiesbauer:

 

Wir freuen uns, wenn wir von einem Mitmenschen sagen können: der hat sein Herz auf dem rechten Fleck, das ist jemand voller Herzlichkeit. Herzlose Worte, Vorgänge, Entscheidungen stimmen uns traurig, tun uns weh, denn in ihnen fehlt es uns an Liebe zu Personen, zur Natur, zur Geschichte von etwas. Mit Herzlichkeit hingegen verbinden wir Einfühlungsvermögen, Rücksicht, Zärtlichkeit, Erbarmen und vieles mehr.

Unsere Welt fehlt weithin die innere Mitte, das gute Herz, von dem das Leben, die Freude, die Anteilnahme usw. ausgehen. Die Hl. Schrift spricht öfters davon, dass Gott uns Menschen das Herz aus Stein austauscht mit einem Herzen aus Fleisch, dass in ihm das Mitleid mit dem Menschen und seiner Schöpfung auflodert, denn sie haben sich von ihm abgewandt. Im Blick darauf dreht sich Gottes Herz um. Gott schickt der Welt seinen Sohn, damit er dieser Welt und uns ein neues Herz gibt. Jesus begegnet den Menschen mit aller Herzlichkeit, sosehr, dass ihn dies den Tod am Kreuz kostet.

Liebe tut weh, das hat Jesus selbst erfahren. Liebe lässt leben, macht warm, schenkt Licht, dazu will uns Jesus mit seiner Liebe führen. Liebe ermöglicht es uns, dass wir uns ganz Gott, einer bestimmten Person oder auch einer Sache hingeben.

Wie das Herz ein Zeichen für die Liebe ist, so ist das dornenumwundene und entflammte Herz Jesu mit dem Kreuz inmitten der Flammen das Zeichen für Gottes Liebe zu uns. Sie und nichts anderes feiern wir mit dem Herzen Jesu.



 

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Für den Kursbesuch brauchen Sie weder einschlägige Vorkenntnisse noch müssen Sie der römisch-katholischen Kirche angehören. Mitzubringen ist die Bereitschaft, sich auf den Prozess des theologischen Nachdenkens einzulassen und sich dafür Zeit zu nehmen.

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