Mittwoch 21. November 2018
Pfarre Kopfing

Zeitungsartikel

Pfarrbriefartikel über Wiesheiland

Konsulent Johann Klaffenböck

Seit 250 Jahren immer vor unseren Augen und trotzdem fast vergessen
Eine Pfarrwallfahrt der Kopfinger führte am 19. März 2011 nach Oberbayern. Ziel war die Wieskirche im Pfaffenwinkel und das Kloster Andechs. Prälat Georg Kirchmeir, Wallfahrtspfarrer in der Wieskirche, empfing die Kopfinger, die eine Kopie der Statue des Gegeißelten Heilands mitbrachten, und freute sich, dass der Kontakt mit den Innviertlern auf so bedeutsame Weise entstand. 
Zur Geschichte: Vor 250 Jahren war die Pfarre Kopfing ein regional sehr bekannter Wallfahrtsort. Der Grund war eine achttägige Sternenerscheinung. 1758 bekam Kopfing einen Ablassbrief von Papst Benedikt XIV zur Gewinnung eines mit dieser Wallfahrt verbundenen Ablasses. 1756 wurde eine außerhalb des
Friedhofes gelegene, schon sehr bau- fällige Kapelle aus Stein neu erbaut, 1763 geweiht und mit Messlizenz versehen. In dieser Kapelle wurden eine geschnitzte Marienstatue und ein „Wiesheiland“ zur Verehrung aufgestellt. Der „Wiesheiland“ war damals eine sehr verehrte Gnadenstatue und wurde so auch in der Kopfinger Wallfahrt miteinbezogen.  Diese Wallfahrt dauerte allerdings nur bis 1785. Kaiser Josef II ließ die Kapelle behördlich sperren und untersagte die Wallfahrt. Die Marienstatue kam in die Pfarrkirche. Der „Wiesheiland― kam in Privatbesitz und wurde in einem Bild- stöckl aufgestellt.
Durch Nachforschungen von Konsulent Johann Klaffenböck wurde diese Ge- schichte Kopfings und die Bedeutung des Gegeißelten Heilands (Wiesheilands) wieder ins Bewusstsein der Menschen zurück geführt.
Auf Initiative von Pfarrer Andreas Skoblicki fertigte der Bildhauer Litzl- bauer eine Kopie des Kopfinger Wiesheilands an. Diese wurde dann am 19. März 2011 im Rahmen der Pfarrwallfahrt nach Oberbayern in die Wieskir- che gebracht, um dort den Original- wiesheiland zu berühren. Die
„Anrührung“ (wie man es nennt) der Gnadenstatue mit der Kopie war ein sehr bewegender Moment für die Kop- finger Wallfahrer. Die Kopie wurde an der Gnadenstatue angerührt und ge- weiht. Die Statue des Gegeißelten Heilands wurde mit einem Siegel versehen und mit Dokumenten bestätigt, genauso wie vor 250 Jahren.
Die Figur in Kopfing entstand um 1760 ist etwas steif geschnitzt und wirkt dadurch älter. Sie wurde im Laufe der Jahre oft neu gestrichen. 1982 wurde die Statue auf Initiative der Goldhau- bengruppe restauriert. Seither sind 30 Jahre vergangen und die Statue wird jetzt neu restauriert. Das Kopfinger Original bleibt in Privatbesitz, die Kopie wird in der Pfarrkirche ihren Platz finden.

 

Pfarrbrief Kopfing 2012

 

Buchausstellung 2018

 



 

Ein Glück, wenn man im Alter nicht allein ist

Die aktuelle Ausgabe der KirchenZeitung zeigt Beispiele aus oberösterreichischen Pfarren, die sich ganz besonders um ihre alten Mitmenschen kümmern.

 

 

Wenn alte Menschen nicht mehr in die Kirche kommen können, ist das ein gravierender Einschnitt in das Leben. Aufmerksame Pfarren haben einen besonderen Sinn für ihre Kranken und Alten. So haben die Frauen des Besuchsdienstes der Pfarre Ebensee die Vorbereitungen für ihre Adventbesuche bereits getroffen: Jeder Stern ein Besuch. Die Sterne müssen nur noch verziert werden.

 

Mehr dazu erfahren Sie hier:

Ein Glück, wenn man im Alter nicht allein ist

 



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