Sunday 12. July 2020
Pfarre Kopfing

Zeitungsartikel

Pfarrbriefartikel über Wiesheiland

Konsulent Johann Klaffenböck

Seit 250 Jahren immer vor unseren Augen und trotzdem fast vergessen
Eine Pfarrwallfahrt der Kopfinger führte am 19. März 2011 nach Oberbayern. Ziel war die Wieskirche im Pfaffenwinkel und das Kloster Andechs. Prälat Georg Kirchmeir, Wallfahrtspfarrer in der Wieskirche, empfing die Kopfinger, die eine Kopie der Statue des Gegeißelten Heilands mitbrachten, und freute sich, dass der Kontakt mit den Innviertlern auf so bedeutsame Weise entstand. 
Zur Geschichte: Vor 250 Jahren war die Pfarre Kopfing ein regional sehr bekannter Wallfahrtsort. Der Grund war eine achttägige Sternenerscheinung. 1758 bekam Kopfing einen Ablassbrief von Papst Benedikt XIV zur Gewinnung eines mit dieser Wallfahrt verbundenen Ablasses. 1756 wurde eine außerhalb des
Friedhofes gelegene, schon sehr bau- fällige Kapelle aus Stein neu erbaut, 1763 geweiht und mit Messlizenz versehen. In dieser Kapelle wurden eine geschnitzte Marienstatue und ein „Wiesheiland“ zur Verehrung aufgestellt. Der „Wiesheiland“ war damals eine sehr verehrte Gnadenstatue und wurde so auch in der Kopfinger Wallfahrt miteinbezogen.  Diese Wallfahrt dauerte allerdings nur bis 1785. Kaiser Josef II ließ die Kapelle behördlich sperren und untersagte die Wallfahrt. Die Marienstatue kam in die Pfarrkirche. Der „Wiesheiland― kam in Privatbesitz und wurde in einem Bild- stöckl aufgestellt.
Durch Nachforschungen von Konsulent Johann Klaffenböck wurde diese Ge- schichte Kopfings und die Bedeutung des Gegeißelten Heilands (Wiesheilands) wieder ins Bewusstsein der Menschen zurück geführt.
Auf Initiative von Pfarrer Andreas Skoblicki fertigte der Bildhauer Litzl- bauer eine Kopie des Kopfinger Wiesheilands an. Diese wurde dann am 19. März 2011 im Rahmen der Pfarrwallfahrt nach Oberbayern in die Wieskir- che gebracht, um dort den Original- wiesheiland zu berühren. Die
„Anrührung“ (wie man es nennt) der Gnadenstatue mit der Kopie war ein sehr bewegender Moment für die Kop- finger Wallfahrer. Die Kopie wurde an der Gnadenstatue angerührt und ge- weiht. Die Statue des Gegeißelten Heilands wurde mit einem Siegel versehen und mit Dokumenten bestätigt, genauso wie vor 250 Jahren.
Die Figur in Kopfing entstand um 1760 ist etwas steif geschnitzt und wirkt dadurch älter. Sie wurde im Laufe der Jahre oft neu gestrichen. 1982 wurde die Statue auf Initiative der Goldhau- bengruppe restauriert. Seither sind 30 Jahre vergangen und die Statue wird jetzt neu restauriert. Das Kopfinger Original bleibt in Privatbesitz, die Kopie wird in der Pfarrkirche ihren Platz finden.

 

Pfarrbrief Kopfing 2012

 

Corona Verhalten in der Pfarrkirche
Caritas OÖ - wir sind für Sie da !
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Herz Jesu Monat Juni – Herz Jesu Fest (heuer am Freitag, 19.Juni)
Altarbild der Pfarrkirche Kopfing

 

Text von Pfarrer Lambert Wiesbauer:

 

Wir freuen uns, wenn wir von einem Mitmenschen sagen können: der hat sein Herz auf dem rechten Fleck, das ist jemand voller Herzlichkeit. Herzlose Worte, Vorgänge, Entscheidungen stimmen uns traurig, tun uns weh, denn in ihnen fehlt es uns an Liebe zu Personen, zur Natur, zur Geschichte von etwas. Mit Herzlichkeit hingegen verbinden wir Einfühlungsvermögen, Rücksicht, Zärtlichkeit, Erbarmen und vieles mehr.

Unsere Welt fehlt weithin die innere Mitte, das gute Herz, von dem das Leben, die Freude, die Anteilnahme usw. ausgehen. Die Hl. Schrift spricht öfters davon, dass Gott uns Menschen das Herz aus Stein austauscht mit einem Herzen aus Fleisch, dass in ihm das Mitleid mit dem Menschen und seiner Schöpfung auflodert, denn sie haben sich von ihm abgewandt. Im Blick darauf dreht sich Gottes Herz um. Gott schickt der Welt seinen Sohn, damit er dieser Welt und uns ein neues Herz gibt. Jesus begegnet den Menschen mit aller Herzlichkeit, sosehr, dass ihn dies den Tod am Kreuz kostet.

Liebe tut weh, das hat Jesus selbst erfahren. Liebe lässt leben, macht warm, schenkt Licht, dazu will uns Jesus mit seiner Liebe führen. Liebe ermöglicht es uns, dass wir uns ganz Gott, einer bestimmten Person oder auch einer Sache hingeben.

Wie das Herz ein Zeichen für die Liebe ist, so ist das dornenumwundene und entflammte Herz Jesu mit dem Kreuz inmitten der Flammen das Zeichen für Gottes Liebe zu uns. Sie und nichts anderes feiern wir mit dem Herzen Jesu.



 

Theologischer Fernkurs für die Pfarren der Diözese Linz

Sie wollen über Ihren und den Glauben der Kirche nachdenken und verstehen, was Sie glauben - und woran Sie zweifeln?

Im Theologischen Kurs findet eine umfassende Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben statt: Hintergrundwissen - Einsicht in Zusammenhänge - begründbare Standpunkte.
Für den Kursbesuch brauchen Sie weder einschlägige Vorkenntnisse noch müssen Sie der römisch-katholischen Kirche angehören. Mitzubringen ist die Bereitschaft, sich auf den Prozess des theologischen Nachdenkens einzulassen und sich dafür Zeit zu nehmen.

Im Herbst 2020 starten Fernkurse mit Studienwochenenden in Burgenland und Oberösterreich. Eine Anmeldung ist ab Anfang Juni möglich.

 



 

Pfarre Kopfing
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