Sonntag 17. Dezember 2017
Pfarre Kopfing

Das Leben und die Sendung der Hl. Sr. Faustyna

Die Apostelin der Barmherzigkeit

 

 

 

Kopfing Altarbild Barmherzigkeitsaltar

Altarbild

Barmherzigkeitsaltar Kopfing

 

 


 Die in der ganzen Welt bekannte Apostelin der Barmherzigkeit Gottes wurde am 25. August 1905 im Dorf Glogowiec, in der Pfarrei Świnice Warckie (ca. 50 km von Lódź entfernt), als drittes von zehn Kindern der Familie von Marianna und Stanislaw Kowalski geboren.
Sie besuchte nur knapp drei Jahre die Schule, danach arbeitete sie als Dienstmädchen bei wohlhabenden Familien in Aleksandrów Lódzki, Lódź und Ostrówek, in der Gemeinde Klembów bei Warschau.
In ihrem 20. Lebensjahr, am 1. August 1925, trat sie in die Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit ein. Im Laufe der 13 Jahre, die sie in der Kongregation verbrachte, lebte sie in vielen ihrer Häuser, am längsten in Krakau, Wilna, Plock und Warschau, wobei sie als Köchin, Gärtnerin und Pförtnerin arbeitete.

Sie erkrankte an Lungen- und Darmtuberkulose. Darüber hinaus ertrug sie auch große geistige Leiden, weil sie ihr Leben für die Sünder zum Opfer gebracht hatte, insbesondere für diejenigen, deren Erlösung gefährdet war. Sr. Faustyna, deren Leben allem Anschein nach grau und eintönig war, führte ein außergewöhnlich tiefes mystisches Leben. Ihr wurden viele außergewöhnliche Gnaden zuteil, u. a. die Gabe der Kontemplation, verborgene Wundmale, Bilokation, Prophetie, Lesen in menschlichen Herzen, mystisches Verloben und Vermählen, wobei sie die Gipfel der Vereinigung mit Gott auf Erden erlangte. Schwester Faustyna starb im Kloster der Kongregation in Krakau Łagiewniki am 5. Oktober 1938. Während des Zweiten Weltkrieges nahm der Ruhm ihrer Heiligkeit schnell zu, weil die Menschen durch ihre Fürsprache viele Gnaden erbaten. Der Informationsprozeß über ihr heldenhaftes Leben wurde in Krakau in den Jahren 1965-67 durchgeführt. Währenddessen wurden ihre sterblichen Überreste vom ordenseigenen Friedhof in die Kapelle überführt. Im Jahre 1968 wurde in Rom der Prozeß der Seligsprechung eröffnet, der mit dem Dekret über die Heldenhaftigkeit der Tugenden der Schwester Faustyna und mit einem Dekret über das Wunder, das durch ihre Fürsprache erbeten wurde, endete.
Am 18. April 1993 wurde Schwester Faustyna vom Heiligen Vater Johannes Paul II. auf dem Petersplatz in Rom selig gesprochen und am 30. April 2000 heilig gesprochen. Ihre Reliquien ruhen auf dem Altar, unter dem berühmten Gnadenbild des Barmherzigen Jesus im Sanktuarium in Krakau-Łagiewniki. Jesus wählte Schwester Faustyna als Seine Sekretärin und Apostelin Seiner Barmherzigkeit, um durch sie der Welt die große Botschaft zu verkünden.

Im Alten Testament - sprach Er zu ihr - habe ich zu Meinem Volk Propheten mit Blitz und Donner gesandt, heute sende Ich dich zu der ganzen Menschheit mit Meiner Barmherzigkeit. Ich will die Wunde Menschheit nicht strafen, sondern sie gesundmachen, sie an Mein barmherziges Herz drücken.
(TB 1588)
 

 

 

GOTTESDIENER MICHAL SOPOCKO (1888-1975)

" Er wird dir helfen, Meinen Willen auf Erden zu erfüllen" (Tb 53)

 

 

 

 

 

 

Beichtvater Sr. Faustyna

Michael Sopoko

Beichtvater Sr. Faustyna's

 

 


 
In der Botschaft von der hl. Faustyna hat Gottes Vorsehung eine wichtige Rolle ihrem Beichtvater und geistlichen Leiter Priester Michał Sopoćko bestimmt. Während des Aufenthaltes in Vilnius (Litauen) in den Jahren 1933-1936 war er für sie eine unersetzliche Hilfe bei dem Erkennen der inneren Empfindungen und Offenbarungen.
Auf seine Empfehlung hin hat sie das TAGEBUCH geschrieben, das ein wertvolles Dokument für die katholische Mystik ist. In ihm wurde auch die außergewöhnliche Persönlichkeit des Priesters Michał Sopoćko gezeigt und der Beitrag seiner Arbeit zur Realisation der Forderungen Jesu Christi.

"Dies ist ein Priester nach Meinem Herzen. Es hat Mir gefallen, durch ihn die Verehrung Meiner Barmherzigkeit zu verbreiten".
(Tagebuch 1256)

"Sein Gedanke ist eng mit Meinem verbunden; sei deshalb hinsichtlich Meines Werkes beruhigt; Ich lasse nicht zu, dass er sich irrt und du unternimm nichts, ohne seine Erlaubnis".
(Tagebuch 1408)

Das Malen des Bildes, seine Ausstellung zur öffentlichen Verehrung, die Verbreitung des Rosenkranzes zur Barmherzigkeit Gottes, die vorläufigen Bemühungen um die Einführung des Festes der Barmherzigkeit und die Gründung eines neuen Ordens konnten durch die Mühe von Priester Sopoćko in Vilnius in die Realität umgesetzt werden. Von da an strahlen ihre gemeinsamen Werke, die durch ihr Gebet und ihr Leiden erkauft wurden, auf die ganze Welt.

"Wenn ich die Mühe und die Aufopferung vom Priester Dr. Sopoćko in dieser Sache sehe, bewundere ich seine Geduld und seine Demut. Es hat ihn nicht nur viel Mühe und Unannehmlichkeiten gekostet, sondern auch viel Geld, und doch hat der Priester Dr. Sopoćko für alles aufgewendet. Ich sehe, dass Gottes Vorsehung ihn zu diesem Werk der Barmherzigkeit vorbereitet hat, noch bevor ich Gott darum gebeten habe. Wie wunderbar sind Deine Wege, o Gott, und wie glücklich die Seelen, die der Stimme Deiner Gnade folgen".
(Tagebuch 422)

Der Priester Michał Sopoćko wurde in Nowosady in dem Gebiet um Vilinus geboren. In den Jahren 1910-1914 studierte er Theologie an der Universität Vilnius und dann in Warschau, wo er auch eine Pädagogik-Hochschule absolvierte.

Er war ein Kaplan des Polnischen Militärs in Warschau und Vilnius während des 1. Weltkrieges und auch nach seinem Ende (1918-1932). Nach dem Erlangen des Doktorates auf dem Gebiet der Moraltheologie im Jahre 1926 wurde er zum geistlichen Vater im Priesterseminar in Vilnius. Er wurde im Jahre 1934 habilitiert.

Er arbeitete als Lehrbeauftragter der Pastoraltheologie an der Theologiefakultät der Stefan Batory Universi-tät in Vilnius und im Priesterseminar in Białystok (1928-1962).
Michał Sopoćko gab in seinen (schriftlich publizierten) wissenschaftlichen Werken die theologischen Grundlagen für den neuen Kult der Barmherzigkeit Gottes, den er eifrig verbreitete.

Er engagierte sich in gesellschaftliche Tätigkeit. Er war ein Beichtvater von zahlreichen Ordens- und Laiengemeinschaften. Er schrieb die Formationsbriefe für die erste Schwesterngemeinschaft und redigierte dann die Verfassung für die gegründete Ordensgemeinschaft – nach den Überlegungen und Vorschlägen der hl. Faustyna.

Er verfasste Gebete zur Barmherzigkeit Gottes nach ihren Texten. Und nach dem Tod der hl. Faustyna, mit der er bis zu Ihrem Lebensende im Kontakt geblieben war, übernahm er das Werk der Realisation der Aufgaben, die in der Offenbarungen bestimmt wurden.
Im TAGEBUCH blieb ein unvergessliches Zeugnis, das die wunderbare Persönlichkeit und den inneren Reichtum dieses gottgefälligen Priesters zeigt.

"O mein Jesus, Du siehst, welch' große Dankbarkeit ich für Professor Sopoćko, der Dein Werk so weit vorangebracht hat, empfinde. Diese demütige Seele hat alle Stürme ausgehalten, sich durch Widerwärtigkeiten nicht entmutigen lassen, sondern Gottes Aufforderung treu befolgt".
(Tagebuch 1586)

"Ich erhielt einen Brief von Profesor Sopoćko. Ich erfuhr, dass Gottes Werk, wenn auch langsam, vorankommt. Ich sah, dass Gott jetzt in diesem Werk Gebet und Opfer von mir verlangt; In diesem Brief sah ich, welche große Erleuchtung Gott diesem Priester schenkt und das bestärkt mich in der Überzeugung, dass Gott trotz Widrigkeiten Sein Werk durch ihn vollenden wird; dass es zur Vollendung gelangt, obwohl sich die Unannehmlichkeiten türmen. Ich weiß nur zu gut je schöner und größer das Werk, desto furchtbarer die Stürme, die sich dagegen entfesseln".
(Tagebuch 1401)

Prof. Sopoćko schreibt in seinem TAGEBUCH:
"Es gibt Wahrheiten, die man kennt und oft von ihnen hört, die man aber nicht versteht. So war es bei mir mit der Wahrheit der Barmherzigkeit Gottes. So oft hatte ich diese Wahrheit in Predigten erwähnt, auf Einkehrtagen über sie nachgedacht, sie in kirchlichen Gebeten wiederholt vor allem in Psalmen, aber ich habe die Bedeutung dieser Wahrheit nicht verstanden, bin auch nicht in ihren Inhalt eingedrungen, dass sie die wichtigste Eigenschaft von Gottes Wirken nach außen hin ist. Es brauchte erst dieser einfachen Schwester Faustyna aus dem Orden der Obhut der Mutter Gottes, die von der Intuition geleitet wurde und mir von ihr erzählte, es kurz und oft wiederholte, mir dabei den Anreiz gab zum Forschen, Studieren und Überdenken dieser Wahrheit. Anfangs wusste ich nicht genau um was es geht, ich hörte zu, glaubte nicht ganz, dachte nach, forschte, suchte bei anderen Rat. Erst nach einigen Jahren begriff ich die Bedeutsamkeit dieses Werkes, die Größe dieser Idee und ich überzeugte mich selbst von der Wirksamkeit dieses, zwar alten, aber vernachlässigten, mächtigen und Lebensschenkenden Kultes, der in unserer Zeit eine Erneuerung braucht. Das Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit, die Verbreitung des Kultes dieser Barmherzigkeit und die grenzenlose Hingabe dafür all meiner Gedanken, Worte und Taten, ohne des Schattens sich dabei zu suchen, werden die Hauptaufgabe meines weiteren Lebens sein, mit der Hilfe gerade dieser unermesslichen Barmherzigkeit."

Der Priester Michael Sopoćko starb am 15. Februar 1975 in Bialystok (am Namenstag der hl. Faustyna). Der Beatifikationsprozess auf der Diözesanstufe wurde am 29. September 1993 abgeschlossen.
Am 20. Dezember 2004 promulgierte Kongress zu den Kanonisationssachen in Rom ein Dekret, das die Heldenhaftigkeit der Tugenden der Diener Gottes Priester Sopoćko feststellte.

"Durch seine Bemühungen wird in der Kirche Gottes zum Trost der Seelen ein neues Licht aufleuchten".
(Tagebuch 1390)

 

 

Die Leistungen der Kirche in der Diözese und in unserer Region

 

Auf dem Gebiet der Diözese Linz sind etwa 2.400 Männer und Frauen im kirchlichen Dienst beschäftigt –  von der Seelsorge in den Pfarren,  vom Krankenhaus über den Kindergarten bis hin zum Bildungshaus.

 

Die Kirche ist eine der größten Arbeitgeber in OÖ und trägt wesentlich zur Sicherheit von Arbeitsplätzen bei, z. B. in der Baubranche, Tourismus, Schulen etc. Und da ist auch die Bedeutung für die Kultur unseres Landes.

 

Mit der Erhaltung kirchlicher Bauwerke wird ein wesentlicher Beitrag zum kulturellen Erbe des Landes und damit auch zur Identität beitragen.

 

Die Kirchenbeiträge sind das finanzielle Rückgrat der kirchlichen Arbeit  nicht nur in der Diözese sondern auch in den Pfarren und den regionalen Einrichtungen. „Ohne diese Beiträge wäre in den 75 Pfarren im Einzugsgebiet unserer Region mit den insgesamt rund 109.000 Katholiken das vielfältige kirchliche Angebot nicht aufrechtzuerhalten", erläutert Josef Kohlbauer.

„Schließlich fließt von den Kirchenbeitragseinnahmen mehr als die Hälfte direkt und indirekt in die Pfarren zurück." „Die Kirche und die kirchlichen Einrichtungen sind fester gesellschaftlicher Bestandteil der Gesellschaft“, ergänzt Bernhard Hosner, Regionalleiter-Stellvertreter.

 

 

 

Wir danken allen, die die Kirche in der Vergangenheit mit Ausdauer und Treue, finanziell, sowie mit ihrem persönlichen Einsatz, unterstützt haben. Wir bitten auch für die Zukunft um Ihr Wohlwollen und Ihren finanziellen Beitrag, damit die Kirche weiterhin segensreich für unser Land wirken kann. Vergelt´s Gott!

Pfarre Kopfing
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Katholische Kirche in Oberösterreich
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