Sunday 12. July 2020
Pfarre Kopfing

2.Februar - Darstellung des Herrn

 

Das "Fest der Darstellung des Herrn" ist gleichzeitig das alttestamentliche Reinigungsfest einer Wöchnerin (Lev 12,1-8). Daher stammt auch der alte Name des Festes: Mariä Reinigung. Nach dem Alten Testament musste eine Frau am 40. Tag nach der Geburt eines Sohnes ein Opfer im Tempel darbringen. Damit sie wieder als rein galt, musste die Frau zwei Tauben oder ein Schaf opfern.


Da Jesus der Erstgeborene war, war er nach jüdischem Brauch Gottes Eigentum und musste von den Eltern beim Tempel ausgelöst werden. Daher brachten ihn seine Eltern Josef und Maria zum Tempel und stellten ihn den Priestern vor.

 

Auf dem Weg zum Tempel begegneten Josef, Maria und Jesus - so berichtet es das Lukasevangelium - dem betagten Simeon und der Prophetin Hannah. Die beiden erkannten, dass Jesus kein gewöhnliches Kind war und priesen Gott für die Erlösung.

 

Segnung der Kerzen für Kirche und Haus

 

Der alte Name "Mariä Lichtmess" hat sich aus den Kerzensegnung und der Lichterprozession am Beginn dieses Festes entwickelt. Der Ursprung liegt in einer heidnischen Sühneprozession, die in Rom alle fünf Jahre abgehalten und später verchristlicht wurde. Der Brauch, Kerzen an "Maria Lichtmess" für das kommende Jahr oder für den Hausgebrauch zu segnen, hat sich bis heute gehalten. Die gesegneten Kerzen sollten vor allem in der dunklen Jahreszeit das Gebetbuch beleuchten oder als schwarze Wetterkerzen Unwetter abwehren.

Der 2. Februar war bis 1912 ein offizieller Feiertag. An diesem Tag begann die Arbeit der Bauern nach dem Winter wieder. Als "Schlenkeltag" war Lichtmess ein wichtiger Termin für Dienstboten: an diesem Tag wurde der Dienstherr gewechselt.

Seit 1960 wird dieser Tag auch im Abendland wieder als Fest gefeiert. Die Ostkirche hatte an dieser Tradition unter dem Namen "Hypapanthe", "Begegnung", festgehalten. Seit dem 2. Vatikanischen Konzil wird das Fest auch in der katholischen Kirche nach dem biblischen Zeugnis das "Fest der Darstellung des Herrn" genannt.

 

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Herz Jesu Monat Juni – Herz Jesu Fest (heuer am Freitag, 19.Juni)
Altarbild der Pfarrkirche Kopfing

 

Text von Pfarrer Lambert Wiesbauer:

 

Wir freuen uns, wenn wir von einem Mitmenschen sagen können: der hat sein Herz auf dem rechten Fleck, das ist jemand voller Herzlichkeit. Herzlose Worte, Vorgänge, Entscheidungen stimmen uns traurig, tun uns weh, denn in ihnen fehlt es uns an Liebe zu Personen, zur Natur, zur Geschichte von etwas. Mit Herzlichkeit hingegen verbinden wir Einfühlungsvermögen, Rücksicht, Zärtlichkeit, Erbarmen und vieles mehr.

Unsere Welt fehlt weithin die innere Mitte, das gute Herz, von dem das Leben, die Freude, die Anteilnahme usw. ausgehen. Die Hl. Schrift spricht öfters davon, dass Gott uns Menschen das Herz aus Stein austauscht mit einem Herzen aus Fleisch, dass in ihm das Mitleid mit dem Menschen und seiner Schöpfung auflodert, denn sie haben sich von ihm abgewandt. Im Blick darauf dreht sich Gottes Herz um. Gott schickt der Welt seinen Sohn, damit er dieser Welt und uns ein neues Herz gibt. Jesus begegnet den Menschen mit aller Herzlichkeit, sosehr, dass ihn dies den Tod am Kreuz kostet.

Liebe tut weh, das hat Jesus selbst erfahren. Liebe lässt leben, macht warm, schenkt Licht, dazu will uns Jesus mit seiner Liebe führen. Liebe ermöglicht es uns, dass wir uns ganz Gott, einer bestimmten Person oder auch einer Sache hingeben.

Wie das Herz ein Zeichen für die Liebe ist, so ist das dornenumwundene und entflammte Herz Jesu mit dem Kreuz inmitten der Flammen das Zeichen für Gottes Liebe zu uns. Sie und nichts anderes feiern wir mit dem Herzen Jesu.



 

Theologischer Fernkurs für die Pfarren der Diözese Linz

Sie wollen über Ihren und den Glauben der Kirche nachdenken und verstehen, was Sie glauben - und woran Sie zweifeln?

Im Theologischen Kurs findet eine umfassende Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben statt: Hintergrundwissen - Einsicht in Zusammenhänge - begründbare Standpunkte.
Für den Kursbesuch brauchen Sie weder einschlägige Vorkenntnisse noch müssen Sie der römisch-katholischen Kirche angehören. Mitzubringen ist die Bereitschaft, sich auf den Prozess des theologischen Nachdenkens einzulassen und sich dafür Zeit zu nehmen.

Im Herbst 2020 starten Fernkurse mit Studienwochenenden in Burgenland und Oberösterreich. Eine Anmeldung ist ab Anfang Juni möglich.

 



 

Pfarre Kopfing
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