Saturday 11. July 2020
Pfarre Kopfing

Die Karwoche

 

 

Karwoche stammt vermutlich vom althochdeutschen Wort "kara", das soviel wie "Trauer, Klage" bedeutet. Die Menschen trauern wie die Apostel und die weinenden Frauen unter dem Kreuz um Jesus, den Gekreuzigten.

 

Jesus wurde gekreuzigt und starb.

 

Die Karwoche hat in den Gottesdiensten eine eigene Prägung. Der Gottesdienst am Palmsonntag eröffnet mit dem Einzug Jesu in Jerusalem diese Hohe Woche und leitet das Leiden Jesu ein. Am Palmsonntag wird die Passion gelesen.

In der Karwoche werden verschiedene besondere Gottesdienste gefeiert.

 

 

Der Gründonnerstag Abendgottesdienst erinnert an den Liebesdienst Jesu, als er seinen Jüngern die Füße wusch und an das Letzte Abendmahl.

 

 


Der Karfreitag ist der Gedenktag des Leidens und Sterbens Jesu am Kreuz.

 

 

Der Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe und wohl der stillste Tag im Kirchenjahr. Das Ziel und der Höhepunkt der ganze Karwoche schließlich ist der Ostersonntag, der Gedenktag der Auferstehung Jesu von den Toten.

Botschaft der Kartage

Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag

Gründonnerstag

 

Was ist die Botschaft dieses Tages an uns?

 

Einander wie Jesus Christus annehmen, einander die Füße waschen, in einer Situation des Alltags, die auf uns zukommt. Einander wie Brot und nicht wie Stein sein, dort wo wir Möglichkeiten, Macht und Talent haben. Genießbar sein im Umgang mit sich und anderen Menschen und fähig all das zu teilen, was wir sind und was uns geschenkt ist. Bereit sein, um von sich selbst ein Stück herzugeben, um andere glücklicher zu machen.


 

Karfreitag

 

Kopfing AltarbildWas ist die Botschaft dieses Tages an uns?

 

Auch in unserem persönlichen Leben gibt es den Karfreitag. Die Auseinandersetzung mit einer schweren Krankheit, der plötzliche Tod eines lieben Menschen, eine ausweglos erscheinende Situation, Angst und Panik, unerträgliche Arbeitsbedingungen, Verlust des Jobs...

 

Wir wissen aber auch um die Karfreitage von anderen Menschen - nah und fern. Wir sind dankbar für die Hand eines Menschen, die uns wieder ins Leben zurückführt.

Wir sind gefordert, anderen beim Kreuztragen zu helfen, auch wenn wir uns dabei schwach fühlen, so, wie die Menschen am Kreuzweg Jesu Christi. Und der menschliche Verzweiflungsschrei Jesu am Kreuz kann uns aufrütteln, wenn wir uns von Gott und den Menschen unverstanden und verlassen fühlen. Gott ist auch unbegreifbar, schmerzlich unbegreifbar, aber nur dadurch göttlich, nur dadurch fähig uns letztlich zu erretten und vom Karfreitag zur Auferstehung zu führen.


 

Karsamstag - Ostersonntag

 

Was ist diese Botschaft dieser Tage an uns?

 

Das Grab oder die Grabesstimmung ist nicht das Letzte. Wir werden auferstehen und sollen uns auf diese endgültige Auferstehung in den kleinen Auferstehungen des Alltags vorbereiten, indem wir das Glück, die Freude, die Hoffnung, die Liebe, das Lachen nach langer, dunkler Nacht genießen und dankbar und froh annehmen. Wir wollen aber auch anderen Menschen nach unseren Möglichkeiten helfen, damit sie wieder Licht am Horizont sehen.

 

Jesus Christus, so berichten uns die Evangelien, ist am dritten Tage auferstanden und wir - so ist die christliche Hoffnung, unser christlicher Glaube - werden mit ihm auferstehen. Am dritten Tage? Und was ist am ersten oder zweiten Tag? Was war mit Jesus, was wird mit uns am ersten oder zweiten Tag sein? "Dritter Tag" ist kein zeitlicher Begriff, sondern bedeutete im Judentum soviel wie "der Tag, an dem Gott errettet".


Corona Verhalten in der Pfarrkirche
Caritas OÖ - wir sind für Sie da !
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Herz Jesu Monat Juni – Herz Jesu Fest (heuer am Freitag, 19.Juni)
Altarbild der Pfarrkirche Kopfing

 

Text von Pfarrer Lambert Wiesbauer:

 

Wir freuen uns, wenn wir von einem Mitmenschen sagen können: der hat sein Herz auf dem rechten Fleck, das ist jemand voller Herzlichkeit. Herzlose Worte, Vorgänge, Entscheidungen stimmen uns traurig, tun uns weh, denn in ihnen fehlt es uns an Liebe zu Personen, zur Natur, zur Geschichte von etwas. Mit Herzlichkeit hingegen verbinden wir Einfühlungsvermögen, Rücksicht, Zärtlichkeit, Erbarmen und vieles mehr.

Unsere Welt fehlt weithin die innere Mitte, das gute Herz, von dem das Leben, die Freude, die Anteilnahme usw. ausgehen. Die Hl. Schrift spricht öfters davon, dass Gott uns Menschen das Herz aus Stein austauscht mit einem Herzen aus Fleisch, dass in ihm das Mitleid mit dem Menschen und seiner Schöpfung auflodert, denn sie haben sich von ihm abgewandt. Im Blick darauf dreht sich Gottes Herz um. Gott schickt der Welt seinen Sohn, damit er dieser Welt und uns ein neues Herz gibt. Jesus begegnet den Menschen mit aller Herzlichkeit, sosehr, dass ihn dies den Tod am Kreuz kostet.

Liebe tut weh, das hat Jesus selbst erfahren. Liebe lässt leben, macht warm, schenkt Licht, dazu will uns Jesus mit seiner Liebe führen. Liebe ermöglicht es uns, dass wir uns ganz Gott, einer bestimmten Person oder auch einer Sache hingeben.

Wie das Herz ein Zeichen für die Liebe ist, so ist das dornenumwundene und entflammte Herz Jesu mit dem Kreuz inmitten der Flammen das Zeichen für Gottes Liebe zu uns. Sie und nichts anderes feiern wir mit dem Herzen Jesu.



 

Theologischer Fernkurs für die Pfarren der Diözese Linz

Sie wollen über Ihren und den Glauben der Kirche nachdenken und verstehen, was Sie glauben - und woran Sie zweifeln?

Im Theologischen Kurs findet eine umfassende Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben statt: Hintergrundwissen - Einsicht in Zusammenhänge - begründbare Standpunkte.
Für den Kursbesuch brauchen Sie weder einschlägige Vorkenntnisse noch müssen Sie der römisch-katholischen Kirche angehören. Mitzubringen ist die Bereitschaft, sich auf den Prozess des theologischen Nachdenkens einzulassen und sich dafür Zeit zu nehmen.

Im Herbst 2020 starten Fernkurse mit Studienwochenenden in Burgenland und Oberösterreich. Eine Anmeldung ist ab Anfang Juni möglich.

 



 

Pfarre Kopfing
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