Samstag 20. Oktober 2018
Pfarre Kopfing
Marienaltar der Pfarrkirche Kopfing
Erntedankfest in der Pfarrkirche Kopfing
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öffenliche Bücherei Kopfing
Marienaltar der Pfarrkirche Kopfing Der Rosenkranzmonat Oktober Näheres zu diesem Thema können Sie weiter unten lesen. (Seite 2)
Erntedankfest in der Pfarrkirche Kopfing Vergelt’s Gott für alle Spenden am Erntedankfest in der Höhe von 3.068,40 Euro! Das heurige Erntedankopfer wird für die Sanierung der Wege und Abwasserleitungen um die Kirche verwendet.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA Kanal und Pflasterarbeiten beim Kirchenhaupteingang sind voll im gange

Hintergründe der Fastenzeit

 

 

Im christlichen Festkalender geht die österliche Fastenzeit (Quadragesima) dem Osterfest voran, das durch das Konzil von Nicäa 325 auf den ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond festgesetzt wurde. In Bezug auf das Fasten Jesu in der Wüste (Mt 4,2) legte die Kirche die Länge der Fastenzeit auf 40 Tage und Nächte fest. Der Beginn der Fastenzeit ist der sogenannte Aschermittwoch. Das mittelhochdeutsche Wort vasten bedeutete im Gotischen "[fest-] halten, beobachten, bewachen". Der christlich-asketische Gehalt in Form der Enthaltsamkeit scheint - ausgehend von der ostgotischen Kirche - mit dem Wort zuerst im Sinn von "an den Fastengeboten festhalten" verbunden worden zu sein und sich im 5. Jahrhundert ausgebreitet zu haben. Christen im Mittelalter waren in der Fastenzeit an harte Verpflichtungen gebunden: Die Pflicht zum Fasten bedeutete den Verzicht auf Fleisch, Milchprodukte und Eier, die Mitfeier der Karwoche, der österlichen Gottesdienste und die Teilnahme an der Osterbeichte.

 

 

 

 

Das Osterlamm im Altarraum der Pfarrkirche Kopfing

 

 

 

Den Blick für das Wesentliche schärfen

 

Als geistliche Methoden sind Fasten und Abstinenz ein Leben im Geist der Buße, Bereitschaft zur Umkehr und Neuausrichtung auf Gott zum Ziel. Fasten bedeutet für Christen Abwendung von sinnlichen Genüssen, Drosselung des körperlichen Energiehaushaltes und Konzentration auf außerordentliche Bewusstseinszustände. Als Mittel geistlichen Lebens erlaubt

 

Fasten die Überwindung der Spaltung des Menschen in Körper und Geist. Fasten ist kein Selbstzweck, sondern eine disziplinarische Übung, ein Verzicht, der die Sinne frei macht für neue religiöse Erfahrungen. Enthaltsamkeit soll Herz und Seele für den Dienst Gottes freier, lebendiger und williger machen. Nach Augustinus lebt der Mensch gewöhnlich "secundam carnem" (gemäß dem Fleisch); das Fasten aber gestattet ihm "secundam spiritum" (ausgerichtet nach dem Geist Gottes) zu leben. Die geistgemäße Lebensart der Fastenzeit löst darum die fleischorientierte Karnevalszeit ab.

 

>> Fastenzeit <<



 

Das "Fastentuch"

In vielen Kirchen ist während der Fastenzeit der Altar mit einem großen Tuch verhüllt. Auf diesem Fasten- oder Hungertuch finden sich Szenen aus dem Leben Jesu, vor allem über sein Leiden und Sterben. Manche Tücher sind auch nur sehr einfach gestaltet und in einer einzigen Farbe gehalten, andere wiederum zeigen Bilder über Leid und Hunger in der Welt von heute.

 

Kopfing Fastentuch

 

Fastentücher gibt es seit dem Mittelalter.

 

Damals sollte damit ein "Fasten der Augen" ausgedrückt werden. Man verzichtete auf den Anblick des Altares. Heute dienen Fastentücher vor allem der Besinnung des Betrachters. Das Tuch soll uns auf die Leidensgeschichte Jesu und die Nöte in der Gesellschaft aufmerksam machen.

 

Das größte Fastentuch der Welt befindet sich in Kirchberg am Wechsel im südlichen Niederösterreich. Es ist 100 Meter lang und eineinhalb Meter breit. 40 biblische Szenen sind darauf zu sehen. ­ Farbenprächtige und ergreifende Bilder der Künstler Sepp Jahn und Edith Hirsch, die zum Nachdenken einladen.

Warum dauert die Fastenzeit 40 Tage

Innerkirchlich wird die Fastenzeit auch als "vorösterliche Bußzeit" bezeichnet.

 

 

 

Fasten aus religiösen Gründen gibt es in allen Kulturen. Aus christlicher Sicht bietet religiös motiviertes Fasten neben dem bewußten Verzicht auf Speisen und Getränke auch die Möglichkeit einer Erneuerung und Vertiefung des Glaubens.

 

Die Fastenzeit hat eine lange Tradition.

 

Bereits im 2. Jahrhundert bereiteten sich Christen durch ein zweitägiges Trauerfasten auf das Osterfest vor. Ab dem vierten Jahrhundert ist es fester Brauch, sich 40 Tage auf das Hochfest von Ostern vorzubereiten. Dieses Zeitmaß geht auf eine alte Zahlensymbolik zurück und findet sich auch oft in der Bibel. So fastet Jesus nach der Taufe im Jordan 40 Tage in der Wüste, bevor er sein öffentliches Wirken beginnt. 40 Tage und Nächte regnet es während der Sintflut, 40 Jahre wandern die Israeliten durch die Wüste, 40 Tage begegnet Moses Gott auf dem Sinai, 40 Tage wandert Elias zum Berg Horeb und 40 Tage nach Ostern feiert die Kirche Christi Himmelfahrt. Seit dem 11. Jahrhundert werden die Sonntage als Gedächtnistage der Auferstehung Jesu vom Fasten ausgenommen und sind daher bei der Zählung der 40 Tage nicht berücksichtigt.

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