Saturday 11. July 2020
Pfarre Kopfing

Heiliger Nikolaus von Myra

Das Verteilen von Geschenken am Vorabend des Nikolaustages gründet auf den vielfältigen Legenden über den Heiligen.

 

 

Kindergottesdienst HL.Nikolaus in der Pfarrkirche Kopfing

 

Das traditionelle Fest des Nikolaus hält alljährlich am 6. Dezember Einzug in die heimischen Wohnzimmer. Bis zur zweiten Hälfte des 16. Jh. stellte dies für Kinder den Höhepunkt der Weihnachtszeit dar, wurden sie doch am 6. Dezember traditionell reichlich beschenkt, während die Erwachsenen einander zu Neujahr ihre Gaben reichten.

 

Ein Brauch, der auf die Antike zurückgeht, wo man einander in Ägypten, Grie­chenland und Rom zu Jah­renswechsel Feigen, Honig, Münzen und vergol­dete Früchte schenkte. So hieß auch unser Weih­nachtsbaum ursprünglich St. Niklas-Bäumli und wur­de am Festtag des Heiligen geschmückt und aufgestellt. Erst unter dem Einfluss Martin Luthers und der Reformation löste der 24. Dezember den Nikolaustag als Fest der Bescherung ab. Anstelle des beliebten Bischofs trat der Heilige Christ oder das Christkind als Gabenbringer auf.

 

Der Nikolaus wurde vielfach zum Schutzpatron

 

Im Mittelalter wurden ihm zu Ehren unzählige Kirchen, Kapellen und Klöster, Altäre und Standbilder errichtet. Alleine in der ewigen Stadt Rom waren ihm 60 Kirchen geweiht. Der Nikolaus wur­de zum Schutzpatron der verschiedensten Altersstufen und Berufsgruppen: zum Patron der Seefahrer, Schiffsbauer, Fährleute und Flößer, zum Schutzherrn der Reisenden, der Kaufleute, der Gefangenen, der Advo­katen, der Pfandleiher, der Müller und Bäcker...

 

Auch wurde er zum Schutzpatron verschiedener Städte und Nationen. So gilt er als Nationalheiliger Russlands, als Lieblingsheiliger der Nie­derlande und als Schutzpat­ron von Elsass-Lothringen. Unter seinem Patronat stehen Städte wie Antwerpen, Berlin, Moskau und Neapel.

 

Wer aber war nun Nikolaus von Myra wirklich?

 

Historische Fakten sind le­diglich fragmentarisch und unzureichend belegt. So wurde er als Sohn reicher Eltern im Jahre 270 in Patara, einer Stadt im klein­asiatischen Lykien, geboren und galt bereits in jungen Jahren als in sich gekehrt, fromm und großzügig gegenüber seinen Mitmenschen.

 

Unter der letzten und schlimmsten Christen­verfolgung wurde er unter Kaiser Diokletian rund um das Jahr 303 ins Gefängnis geworfen und erst durch Kaiser Konstantins Regie­rungsantritt befreit. In Myra sei Nikolaus zum Bischof gesalbt worden und um das Jahr 342 oder 347 friedlich entschlafen. Als sicher gilt, dass Myra im 4. Jh. einen Bischof besaß, der auch am Konzil von Nicäa (325) teilgenommen hat. Vieles weist darauf hin, dass es sich dabei um den heiligen Nikolaus gehandelt hat.

 

Heutzutage kennt man sowohl den Nikolaus als auch Knecht Ruprecht als seinen Helfer, der in der Schweiz und in Österreich als Krampus benannt, Bekanntheit erlangte.


>> Nähere Informationen zum Heiligen Nikolaus<<


 

Corona Verhalten in der Pfarrkirche
Caritas OÖ - wir sind für Sie da !
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Herz Jesu Monat Juni – Herz Jesu Fest (heuer am Freitag, 19.Juni)
Altarbild der Pfarrkirche Kopfing

 

Text von Pfarrer Lambert Wiesbauer:

 

Wir freuen uns, wenn wir von einem Mitmenschen sagen können: der hat sein Herz auf dem rechten Fleck, das ist jemand voller Herzlichkeit. Herzlose Worte, Vorgänge, Entscheidungen stimmen uns traurig, tun uns weh, denn in ihnen fehlt es uns an Liebe zu Personen, zur Natur, zur Geschichte von etwas. Mit Herzlichkeit hingegen verbinden wir Einfühlungsvermögen, Rücksicht, Zärtlichkeit, Erbarmen und vieles mehr.

Unsere Welt fehlt weithin die innere Mitte, das gute Herz, von dem das Leben, die Freude, die Anteilnahme usw. ausgehen. Die Hl. Schrift spricht öfters davon, dass Gott uns Menschen das Herz aus Stein austauscht mit einem Herzen aus Fleisch, dass in ihm das Mitleid mit dem Menschen und seiner Schöpfung auflodert, denn sie haben sich von ihm abgewandt. Im Blick darauf dreht sich Gottes Herz um. Gott schickt der Welt seinen Sohn, damit er dieser Welt und uns ein neues Herz gibt. Jesus begegnet den Menschen mit aller Herzlichkeit, sosehr, dass ihn dies den Tod am Kreuz kostet.

Liebe tut weh, das hat Jesus selbst erfahren. Liebe lässt leben, macht warm, schenkt Licht, dazu will uns Jesus mit seiner Liebe führen. Liebe ermöglicht es uns, dass wir uns ganz Gott, einer bestimmten Person oder auch einer Sache hingeben.

Wie das Herz ein Zeichen für die Liebe ist, so ist das dornenumwundene und entflammte Herz Jesu mit dem Kreuz inmitten der Flammen das Zeichen für Gottes Liebe zu uns. Sie und nichts anderes feiern wir mit dem Herzen Jesu.



 

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Im Herbst 2020 starten Fernkurse mit Studienwochenenden in Burgenland und Oberösterreich. Eine Anmeldung ist ab Anfang Juni möglich.

 



 

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