Sunday 12. July 2020
Pfarre Kopfing

Weihnachten - Krippe

Pfarrbrief 2010

Weihnachtskrippe der Pfarrkirche Kopfing


Die KRIPPEN - einfach bis kunstvoll gefertigt, die wir alljährlich unter den Christbaum stellen, oder schon in den Tagen vor Weihnachten aufstellen, um jeden Tag einen Strohhalm oder eine Krip- penfigur in den symbolischen Stall zu Bethlehem zu legen oder/ stellen, bis dann am 24.Dezember das Jesuskind  selber auf Heu und Stroh gebettet wird und so in unseren Herzen Platz finden möchte – war eigentlich eine Erfindung des Hl.Franziskus.  Der Hl. Franz von Assisi hatte sich um 1217 im Tal von Rieti eine Hütte gebaut, die er nur zum Predigen über die Umkehr (von Sittenlosigkeit und Laster) verlassen wollte. Nach einer Reise zu den Stätten in Palästina spürte er noch stärker als bisher die Anbetung für das Geheimnis der Menschwerdung Gottes in sich. Als er ein- mal kurz vor Weihnachten nach Greccio kam, entstand in ihm während des Gebetes der innige Wunsch,  das in Beth- lehem geborene Kind in der Krippe – mitsamt Ochs und Esel - darzustellen und mit den leiblichen Augen die Entbeh- rungen, die es ertragen musste, zu sehen. In kurzer Zeit hatte er in der Grotte alles Notwendige hergerichtet und die Menschen kamen in Scharen in den stillen dunklen Wald, der von Lichtern erhellt und vom Gesang frommer Lieder erfüllt war.  Franziskus unterrichtete seine Brüder davon und sein Wunsch wurde auch vom Papst abgesegnet. Hinter dem Satz des Evangelisten Lukas 2,1  „Es begab sich aber zu der Zeit… steht die faszinierende Idee Gottes: Er beschließt, in der Gestalt eines kleinen, hilflosen Kindes auf die Erde zu kommen. Dazu muss er einen bestimmten Zeitpunkt, einen bestimmten Ort und eine bestimmte Person wählen.  Er nimmt dazu Bethlehem in Israel, in der römischen Provinz Judäa, während der Regentschaft des römischen Kaisers Augustus; als Person wählt er den ersten Sohn der jungen Frau Maria aus nicht näher bezeichneten Familie, verlobt mit dem Zimmermann Josef aus dem Stamm David. Aus einem göttlichen Beschluss wird ein Geschehen. Der gestalt- lose Gott bekommt eine Gestalt und begibt sich in die Grenzen der Zeit und es ist  somit ein senkrechter Einschlag  der Ewigkeit in unsere Zeit. (Werner Tiki Küstenmacher) Und so beinhaltet die Botschaft von Weihnachten für uns Christen die zentrale Wahrheit unseres Glaubens: In der Menschwerdung Gottes erbarmt sich Gott des Menschen, schickt Seinen eingeborenen Sohn die die Welt und beschenkt alle mit dem kostbarsten  aller Geschenke: mit der Würde der Kindschaft Gottes, die uns Heil und Rettung verheißt!          

W. Mayrhuber

Geschichte der Weihnachtskrippe

 

 

Lange bevor der Christbaum am Heiligen Abend

in jeder festlich geschmückten Stube stand,

versammelten sich die Menschen um die Krippe.

 

 

 

Weihnachtskrippe in der Pfarrkirche Kopfing

 

 

Um dieses kleine Bethlehem, das sie mit geschickten Händen nachgebildet hatten, das sie in Holz geschnitten, bemalten und mit Phantasie ausgestalteten und erweiterten, so daß dieses Bethlehem schließlich irgendwo in den Tiroler Bergen lag oder am vertrauten See. Bethlehem hier und heute.

 

Die frühesten Darstellungen der Krippe finden wir auf den Sarkophagreliefen der römischen Katakomben. Sie zeigen bereits das Jesuskind in der Krippe, Maria und Josef und auch Ochs und Esel, manchmal auch schon die drei Weisen aus dem Morgenland. Um die Mitte des 3. Jahrhunderts versammelten sich die Christen in der Geburtshöhle von Bethlehem um einen Krippentrog.

 

Als Papst Liberius ein Jahrhundert später den 25. Dezember als Geburtstermin festsetzte, erhielt dieser Brauch noch mehr Gewicht. Dieses Datum fiel zusammen mit dem Geburtsfest des antiken Sol invictus, dem "Tag der unbesiegbaren Sonne". Damals klagte der spätere Heilige und Kirchenlehrer Hieronymus: "O möchte es mir doch vergönnt sein, jede Krippe zu sehen, in der einst unser Herr lag!" Dieser Wunsch vieler Gläubigen veranlaßte Papst Sixtus im Jahre 440, in Rom eine Krippe für fromme Pilger zu errichten.

 

Eine entscheidende Ausformung erfuhr die Krippe durch den heiligen Franz von Assisi . Er versammelte im Jahre 1223 die Leute der Umgebung von Greccio um eine schlichte Krippe, die der Geburtsstätte von Bethlehem näher kam als der byzantinische Glanz, der anderen Krippendarstellungen anhaftete. Er holte das Kind zurück in den Stall und in die Stube der Armen. Viel Weltliches fand in die Krippendarstellung Eingang. Schließlich sprach man schon zu Recht von einem "Krippenunwesen".

 

In Österreich verbot Kaiser Josef II. im Zuge der Aufklärung im Jahre 1782 das Aufstellen von Krippen in Kirchen und Klöstern. Dieses Verbot hielt jedoch nicht lange, und seitdem sieht man wieder die schönsten Krippen in den verschiedensten Formen.

 

 

Tonkrippe

wurde einige Jahre in der Pfarrkirche aufgestellt

Corona Verhalten in der Pfarrkirche
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Herz Jesu Monat Juni – Herz Jesu Fest (heuer am Freitag, 19.Juni)
Altarbild der Pfarrkirche Kopfing

 

Text von Pfarrer Lambert Wiesbauer:

 

Wir freuen uns, wenn wir von einem Mitmenschen sagen können: der hat sein Herz auf dem rechten Fleck, das ist jemand voller Herzlichkeit. Herzlose Worte, Vorgänge, Entscheidungen stimmen uns traurig, tun uns weh, denn in ihnen fehlt es uns an Liebe zu Personen, zur Natur, zur Geschichte von etwas. Mit Herzlichkeit hingegen verbinden wir Einfühlungsvermögen, Rücksicht, Zärtlichkeit, Erbarmen und vieles mehr.

Unsere Welt fehlt weithin die innere Mitte, das gute Herz, von dem das Leben, die Freude, die Anteilnahme usw. ausgehen. Die Hl. Schrift spricht öfters davon, dass Gott uns Menschen das Herz aus Stein austauscht mit einem Herzen aus Fleisch, dass in ihm das Mitleid mit dem Menschen und seiner Schöpfung auflodert, denn sie haben sich von ihm abgewandt. Im Blick darauf dreht sich Gottes Herz um. Gott schickt der Welt seinen Sohn, damit er dieser Welt und uns ein neues Herz gibt. Jesus begegnet den Menschen mit aller Herzlichkeit, sosehr, dass ihn dies den Tod am Kreuz kostet.

Liebe tut weh, das hat Jesus selbst erfahren. Liebe lässt leben, macht warm, schenkt Licht, dazu will uns Jesus mit seiner Liebe führen. Liebe ermöglicht es uns, dass wir uns ganz Gott, einer bestimmten Person oder auch einer Sache hingeben.

Wie das Herz ein Zeichen für die Liebe ist, so ist das dornenumwundene und entflammte Herz Jesu mit dem Kreuz inmitten der Flammen das Zeichen für Gottes Liebe zu uns. Sie und nichts anderes feiern wir mit dem Herzen Jesu.



 

Theologischer Fernkurs für die Pfarren der Diözese Linz

Sie wollen über Ihren und den Glauben der Kirche nachdenken und verstehen, was Sie glauben - und woran Sie zweifeln?

Im Theologischen Kurs findet eine umfassende Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben statt: Hintergrundwissen - Einsicht in Zusammenhänge - begründbare Standpunkte.
Für den Kursbesuch brauchen Sie weder einschlägige Vorkenntnisse noch müssen Sie der römisch-katholischen Kirche angehören. Mitzubringen ist die Bereitschaft, sich auf den Prozess des theologischen Nachdenkens einzulassen und sich dafür Zeit zu nehmen.

Im Herbst 2020 starten Fernkurse mit Studienwochenenden in Burgenland und Oberösterreich. Eine Anmeldung ist ab Anfang Juni möglich.

 



 

Pfarre Kopfing
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