Sonntag 19. August 2018
Pfarre Kopfing
Firmung 2018 in der Pfarre Kopfing
Zertifikatsverleihung durch Landesrätin Mag. Christine Haberlander und Dr. Barbara Trixner Abteilung Kinderbetreuung Land OÖ
Pilgerreise nach Neapel, Amalfi u. Pompeji
 ÖsterreicherInnen-Treffen in St. Paul vor den Mauern
Firmung 2018 in der Pfarre Kopfing Am 23.Juni wurde in der Pfarre Kopfing, durch Probst Markus Grasl aus Reichersberg, das Sakrament der Firmung gespendet.
Zertifikatsverleihung durch Landesrätin Mag. Christine Haberlander und Dr. Barbara Trixner Abteilung Kinderbetreuung Land OÖ Wir Gratulieren unserer Krabbelstuben- und Kindergartenleiterin Frau Bianca Eder herzlich zum erfolgreichen Abschluss der Leiterinnenschulung des Landes Oberösterreich
Pilgerreise nach Neapel, Amalfi u. Pompeji Pilgerreise nach Pompei, Neapel und Amalfi (Mysterienspiele Kopfing i.I.) Näheres können Sie im Artikel weiter unten lesen
Vergelt’s Gott für alle Spenden, die am Christophorus-Sonntag gegeben wurden. Es konnten 1.000,-- Euro an die MIVA überwiesen werden.

Hochzeit & Ehe

Was steht in der Bibel über die Ehe? Wo ist nachzulesen, warum sie unauflöslich ist? Was sagen uns Geschichten, etwa die von der Arche Noah und der Hochzeit von Kana, über die Ehe? Über diese und andere Fragen sprachen wir mit Pater Anselm Grün von der Benediktinerabtei Münsterschwarzach.

 

Eine wichtige Bibelstelle, die sich auf die Ehe bezieht, steht im Matthäusevangelium. Die Pharisäer wollen Jesus eine Falle stellen und fragen ihn, ob ein Mann seine Frau aus jedem beliebigen Grund aus der Ehe entlassen darf. Jesus antwortet ihnen: „Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen hat und dass er gesagt hat: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein? Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.“ (Matthäus 19,4-6)

Das katholische Eheverständnis

In diesem Text stecken drei wichtige Aussagen zum Wesen der Ehe, meint Pater Anselm: „Gott hat die Menschen als Mann und Frau geschaffen. Die Ehe entspricht also dem Willen des Schöpfers. Die zweite Aussage bezieht sich auf das Gelingen der Ehe. Damit diese gelingt, muss der Mann Vater und Mutter verlassen. Denn Heirat setzt eine Loslösung aus der Abhängigkeit von den Eltern voraus. Die dritte Aussage gibt das Ziel der Ehe vor: Mann und Frau werden ein Fleisch sein. Und so sind sie Zeugen der Einheit zwischen Gott und dem Menschen. Von dieser Aussage Jesu leitet die katholische Theologie ihr Verständnis der Ehe als Sakrament ab.“

Pater Anselm hält die Hochzeit zu Kana, von der im Johannesevangelium (Johannes 2,1-12) erzählt wird, für eine wichtige Symbolgeschichte. „In ihr will Johannes zum Ausdruck bringen, dass eine enge Verbindung zwischen der Menschwerdung Gottes in Jesus und der Hochzeit zwischen Mann und Frau besteht“, erklärt Pater Anselm. „Wenn Gott Mensch wird, dann feiert er Hochzeit mit den Menschen, dann wird er genauso eins mit ihnen wie Mann und Frau in der Ehe. Das verwandelt unser Leben. Es ist dann nicht mehr geprägt durch die sechs steineren Wasserkrüge, die auf die Reinigungsriten der Juden hinweisen. Es geht nicht mehr um die peinlich genaue Erfüllung des Gesetzes. Wer nur auf die Gebote achtet, der kann leicht erstarren. Sein Leben versteinert sich. Es wird schal und hat keinen Geschmack mehr. Durch die Menschwerdung Gottes wird unser Wasser in Wein verwandelt. Unser Leben bekommt einen neuen Geschmack. Wir dürfen das Fest der Hochzeit mit Gott feiern. Eucharistie wurde in der frühen Kirche daher als Hochzeitsmahl verstanden, als Mahl der Einswerdung mit Gott.“


Anselm Grün ist ein deutscher Benediktinerpater,er sagt dazu: 

 

Ist die Ehe unauflöslich?

Viele tun sich schwer mit der Aussage Jesu: „Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.“ (Matthäus 19,6) Brautleute versprechen sich bei der Trauung ewige Treue. Aber zugleich sehen sie die erschreckenden Zahlen der Ehescheidungen. Sie haben vielleicht selber im Verwandten-, Freundes- oder Bekanntenkreis miterlebt, wie zwei, die einander einmal über alles geliebt haben, sich voneinander weg entwickeln. „Für Jesus entspricht die Unauflöslichkeit der Ehe dem ursprünglichen Willen Gottes und damit auch dem Wesen der ehelichen Beziehung zwischen Mann und Frau“, sagt Pater Anselm. „Aber zugleich weiß Jesus, dass der Mensch dieses Ideal nicht immer zu erfüllen vermag.“ Bei der kirchlichen Trauung sollen die Eheleute sich von Gott gesegnet wissen und auch künftig darauf vertrauen können, dass Gott die beiden stark macht, den Stürmen standzuhalten, vor denen keine Ehe gefeit ist. „Die Ehe entspringt eben nicht nur dem menschlichen Willen, sondern verweist als Sakrament auf die Gnade Gottes, aus der allein ein Miteinander auf Dauer möglich wird“, sagt Pater Anselm.

 

Wie ein Haus auf dem Felsen

Eheleute bauen ihr Haus nur dann auf festen Grund, wenn sie bereit sind, die eigene und fremde Realität immer wieder von Neuem anzuschauen und sie so anzunehmen, wie sie ist. „Zu dieser Realität gehört, dass der Weg durch Stürme und Wasserfluten hindurchgeht“, sagt Pater Anselm. „Wir werden auf dem gemeinsamen Weg unseren stürmischen Leidenschaften begegnen, unseren Launen, unseren Emotionen, heftigen Auseinandersetzungen und Konflikten. Und wir werden erleben, wie etwas in uns hochsteigt und uns zu überschwemmen droht. Dann ist es wichtig, die unbewussten Bedürfnisse und Erwartungen hochkommen zu lassen und sie gemeinsam anzuschauen. Dann werden sie das Haus nicht hinwegschwemmen. Die Ehe wird zu einem Haus auf dem Felsen, zu einem Haus in der Brandung, in dem dann auch Menschen Zuflucht suchen, die in den Wassermassen unterzugehen drohen. Sie wird zu einem Haus, in dem auch andere sich zu Hause fühlen und Heimat erfahren.“

 

Die Arche als Schutzraum

Die Symbole der Sintflut und der Arche Noah können Eheleuten helfen, mit ihren Konflikten besser umzugehen. „Die Arche kann der innere Schutzraum sein, den jeder braucht, um nicht vom Unbewussten des andern mitgerissen zu werden“, sagt Pater Anselm. „Jeder braucht einen Raum der Stille, in dem er ganz bei sich sein kann. Es ist der Raum, in dem Gott selbst in ihm wohnt. Dort kann er vom andern nicht verletzt werden. Die Arche wirkt aber auch wie ein Schutzraum, in den beide sich vor den Auseinandersetzungen der Umwelt zurückziehen. Die Eheleute brauchen immer wieder Zeit füreinander, damit sie nicht in der Flut des Alltags untergehen.“ Die Arche dient aber auch als Bild für die Struktur, die eine Ehe in Krisensituationen braucht. Pater Anselm: „Wenn man keinen sicheren Stand mehr hat, dann ist es wichtig, dass die äußere Struktur Halt gibt.“

 



 

Neu: Caritas betreibt ein Krankenzimmer für Obdachlose
Menschen ohne Versicherungsschutz, die auf der Straße leben, werden immer wieder von Krankenhäusern in „häusliche Pflege“ entlassen. Doch diese gibt es für wohnungslose Menschen de facto nicht. Die Caritas OÖ bietet deshalb seit kurzem in Linz ein Krankenzimmer an, wo bis zu vier Obdachlose medizinisch nachbetreut und gesund gepflegt werden. Dank einer Großspende wurde der Start des österreichweit einzigartigen Projekts ermöglicht.
Durch das Leben auf der Straße können bei Obdachlosen Krankheiten wie z.B. Lungenentzündungen, aber auch Amputationswunden nicht ordentlich verheilen. „Oft verschlechtert sich der allgemeine Gesundheitszustand der Betroffenen so sehr, dass einfache Krankheiten lebensgefährlich werden“, weiß Caritas-Projektleiterin Mag.a (FH) Michaela Haunold aus ihrer 15-jährigen Erfahrung in der Arbeit mit Obdachlosen. „In Einzelfällen kommt es auch vor, dass Menschen von Krankenhäusern entlassen werden, bei denen uns mitgeteilt wird, dass sie in kurzer Zeit sterben werden. Das Krankenhaus kann aber die Kosten für den Aufenthalt dort nicht tragen.“ Daher startete die Caritas jetzt das Projekt „Krankenzimmer“ in einer Wohnung, in der bis zu vier Personen von Caritas-MitarbeiterInnen und auch Ehrenamtlichen betreut und gepflegt werden. „Ich bin sehr glücklich, dass ich im Krankenzimmer sein kann. Hier ist es mir möglich, dass ich wieder gesund werden kann, das wäre auf der Straße schwierig gewesen“, sagt Fabrizio, der zu den ersten gehört, der sich im Krankenzimmer auskurieren kann. Das Angebot der Caritas ist für die Menschen kostenlos. Es ist spendenfinanziert und der Start wurde durch eine Großspende von Dr. Werner Lawugger ermöglicht.
Bedarf bei Frauen ist groß

„Was uns selbst etwas überrascht hat: Die Hälfte der Betten sind von Frauen belegt. Täglich schauen SozialarbeiterInnen und diplomiertes Pflegepersonal vorbei und kümmern sich um die medizinische Versorgung“, sagt Michaela Haunold. Ein Arzt macht bei Bedarf ehrenamtlich Dienst. Hygiene- sowie Verbandsmaterialien stehen in der Wohnung zur Verfügung, ebenso Grundnahrungsmittel und täglich ein warmes Essen. Der Aufenthalt ist auf drei Wochen beschränkt. „Eine Verlängerung ist nach Absprache mit dem Krankenhaus möglich“, sagt Michaela Haunold.

Pro Jahr rechnet das Projektteam mit rund 80 Menschen, die das Angebot vom Krankenzimmer nützen werden. Wer das Caritas-Krankenzimmer zur Genesung braucht, entscheiden die behandelnden Ärzte und Ärztinnen im Krankenhaus. Die Vermittlung kann aus allen Krankenhäusern in Oberösterreich erfolgen.

Pfarre Kopfing
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Katholische Kirche in Oberösterreich
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