Wednesday 1. February 2023
Pfarre Kopfing

Caspar, Melchior und Balthasar

Wissenswertes

 

 

"20 + C + M + B + 14" schreiben die Sternsinger

mit geweihter Kreide an die Tür

 

Aus der Geschichte des Christentums sind die Heiligen Drei Könige nicht wegzudenken. Ihrer Sendung sind die Heiligen Drei in all der Zeit treu geblieben: Sie bringen den Menschen Segenswünsche, die frohe Botschaft von der Geburt Christi und sammeln für Menschen in der "Dritten Welt". Stationen einer Zeitreise durch zwei bewegte Jahrtausende.

 

ehm. Tonkrippe der Pfarrkirche Kopfing mit Hl. 3 Königen

 

Die Könige - Sterndeuter aus dem Osten

 

Die Bibel spricht von "Magiern aus dem Morgenland". Sie waren wahrscheinlich Sterndeuter am Hof in Mesopotamien. Ihren astronomischen Berechnungen nach war der Stern Vorbote eines großes Heilsereignisses. Daher folgten sie ihm bis zu dem Stall, in dem Jesus geboren wurde.

 

Der Stern

 

Der Stern von Bethlehem könnte einer Theorie von Johannes Kepler zufolge eine spezielle Konstellation von Jupiter und Saturn gewesen sein: Die Laufbahnen dieser zwei Planeten waren so nahe aneinander, dass sie den Eindruck eines einzelnen, besonders strahlenden Sternes ergaben.

 

Die Gaben - Gold, Weihrauch und Myrrhe

 

Die Gaben der Heiligen Drei zählten damals zu den kostbarsten Handelsgütern. Weihrauch und Myrrhe sind wohlriechende Harze, die ausschließlich in den Bergregionen Südarabiens, Somalias und Abessiniens gewonnen wurden. Weihrauch und Myrrhe wurden im Orient bei kultischen Handlungen verwendet, der aufsteigende Rauch symbolisierte die Gebete zu den Göttern.

 

Die Namen - Caspar, Melchior und Balthasar

 

Caspar ("Schatzmeister"), Melchior ("Mein König ist Licht") und Balthasar ("Schütze sein Leben") wurden erst im 5. Jhdt. durch die Überlieferung zu den "Heiligen Drei Königen". Jeder von ihnen stand für einen der damals bekannten Erdteile (Afrika, Asien und Europa). Einer alten Tradition zufolge ist Caspar der schwarze, Balthasar der gelbe und Melchior der weiße König, wobei es hier auch regional unterschiedliche Überlieferungen gibt.

 

Die Botschaft - Frieden und Segenswünsche für das neue Jahr

 

"20 + C + M + B + 14" schreiben die Sternsinger mit geweihter Kreide an die Tür. Es bedeutet "Christus mansionem benedicat", übersetzt "Christus segne dieses Haus", und soll Frieden und Segen für das kommende Jahr bringen. Die drei Kreuze stehen für die Dreifaltigkeit. Früher galt der Dreikönigssegen als Schutz gegen "Zauberei", geweihtes Dreikönigswasser wurde gegen Krankheiten verabreicht und auf die Felder gesprengt. Seit alters her heißt es, dass jene Felder, über welche die Sternsingerinnen und Sternsinger gehen, doppelte Ernte tragen.

 

Unsere kleinen Sternsinger 2013

Erscheinung des Herrn

Epiphanie

 

In unseren Breiten, wird an diesem Tag besonders der Anbetung der Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar gedacht, was sich auch sehr stark im Brauchtum rund um den 6. Jänner zeigt.

 

Alljährlich ziehen tausende Kinder in ganz Österreich durch ihre Dörfer und Städte, um verkleidet als die drei Weisen aus dem Morgenland, für Bedürftige Geld zu sammeln.


Das Wort Epiphanie kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie die sichtbare Erscheinung eines Gottes und der Besuch eines als Gott verehrten Herrschers.

 

Seinen Ursprung findet das Fest in Ägypten, wo die gnostische Sekte der Basilidianer am 6. Jänner die Taufe von Jesus feierten, die für sie die eigentliche Geburt Jesu war. Zur gleichen Zeit etwa feierten auch Heiden in Ägypten das Fest des Gottes der Zeit und Ewigkeit (Äon), zu dessen Anlaß in einer feierlichen Zeremonie Wasser aus dem Nil geschöpft und aufgehoben wurde.

 

Das Hochfest der Erscheinung des Herrn am 6. Jänner ist zugleich auch das älteste Missionsfest der katholischen Kirche.

 

die Sternsinger 1957

 

Ältestes Missionsfest der Kirche

 

Am 20. November 1890 bestimmte Papst Leo XIII. in seinem Schreiben über die Bekämpfung der Sklaverei in Afrika, "dass in jedem Jahre an dem Tage, wo überall das Geheimnis der Erscheinung der Herrn gefeiert wird, zur Unterstützung des gedachten Unternehmens (Kampf gegen die Sklaverei) Geld als Almosen gesammelt werde". Am 6. Jänner 1891 wurde diese Sammlung erstmals als Afrika-Kollekte durchgeführt. 1923 wurde die Bestimmung der Sammlung erweitert: Seit damals wird an diesem Tag um Geld für die Ausbildung von Priesteramtskandidaten in Afrika, Asien und Lateinamerika gebeten.

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