Sonntag 19. August 2018
Pfarre Kopfing

November 2014

Kleinkindliturgie zu Allerseelen

 

 


 

 



 

Zentrales Thema für die die zahlreich erschienenen Kinder war die Bedeutung von „Allerheiligen“ und „Allerseelen“:

An Allerheiligen wird vorwiegend an alle Heiligen gedacht, die schon bei Gott im Himmel sind und in Ihrem Leben auf Erden viel Gutes getan haben – da fielen den Kindern die guten Taten des Hl. Martin, des Hl. Franziskus oder der Hl. Barbara ein. Gottseidank gibt es auch heute noch viele Menschen, die „Heiliges“ tun und ihre ganze Kraft den Armen und Schwachen widmen.

 

An Allerseelen gedenken wir besonders an alle unsere Mitmenschen, die schon verstorben sind. Fast jedes Kind kennt jemanden, der schon von uns gegangen ist - als Zeichen der Liebe und damit wir sie nicht vergessen, durfte jeder für seinen lieben Verstorbenen eine Kerze anzünden, in eine Papierblume stecken und in eine Wasserschüssel legen.

Die Papierblüten öffneten sich und wir bewunderten die vielen Lichter und beteten leise.

 

Passend zum kindgerecht vorgetragenen Tagesevangelium, in dem es um Hoffnung darauf geht, dass Gott hilft und tröstet, sangen wir das Lied: „Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht – Christus meine Zuversicht, auf dich vertrau ich und fürcht‘ mich nicht …“.

 

Nach den Fürbitten für unsere Verstorbenen durfte jedes Kind einen Tannenzweig mit einer Masche schmücken und mit in die Kirche nehmen bzw. bei der anschließenden Gräbersegnung auf das Grab der lieben Verstorbenen legen.

 

Karin Hatzmann

Neu: Caritas betreibt ein Krankenzimmer für Obdachlose
Menschen ohne Versicherungsschutz, die auf der Straße leben, werden immer wieder von Krankenhäusern in „häusliche Pflege“ entlassen. Doch diese gibt es für wohnungslose Menschen de facto nicht. Die Caritas OÖ bietet deshalb seit kurzem in Linz ein Krankenzimmer an, wo bis zu vier Obdachlose medizinisch nachbetreut und gesund gepflegt werden. Dank einer Großspende wurde der Start des österreichweit einzigartigen Projekts ermöglicht.
Durch das Leben auf der Straße können bei Obdachlosen Krankheiten wie z.B. Lungenentzündungen, aber auch Amputationswunden nicht ordentlich verheilen. „Oft verschlechtert sich der allgemeine Gesundheitszustand der Betroffenen so sehr, dass einfache Krankheiten lebensgefährlich werden“, weiß Caritas-Projektleiterin Mag.a (FH) Michaela Haunold aus ihrer 15-jährigen Erfahrung in der Arbeit mit Obdachlosen. „In Einzelfällen kommt es auch vor, dass Menschen von Krankenhäusern entlassen werden, bei denen uns mitgeteilt wird, dass sie in kurzer Zeit sterben werden. Das Krankenhaus kann aber die Kosten für den Aufenthalt dort nicht tragen.“ Daher startete die Caritas jetzt das Projekt „Krankenzimmer“ in einer Wohnung, in der bis zu vier Personen von Caritas-MitarbeiterInnen und auch Ehrenamtlichen betreut und gepflegt werden. „Ich bin sehr glücklich, dass ich im Krankenzimmer sein kann. Hier ist es mir möglich, dass ich wieder gesund werden kann, das wäre auf der Straße schwierig gewesen“, sagt Fabrizio, der zu den ersten gehört, der sich im Krankenzimmer auskurieren kann. Das Angebot der Caritas ist für die Menschen kostenlos. Es ist spendenfinanziert und der Start wurde durch eine Großspende von Dr. Werner Lawugger ermöglicht.
Bedarf bei Frauen ist groß

„Was uns selbst etwas überrascht hat: Die Hälfte der Betten sind von Frauen belegt. Täglich schauen SozialarbeiterInnen und diplomiertes Pflegepersonal vorbei und kümmern sich um die medizinische Versorgung“, sagt Michaela Haunold. Ein Arzt macht bei Bedarf ehrenamtlich Dienst. Hygiene- sowie Verbandsmaterialien stehen in der Wohnung zur Verfügung, ebenso Grundnahrungsmittel und täglich ein warmes Essen. Der Aufenthalt ist auf drei Wochen beschränkt. „Eine Verlängerung ist nach Absprache mit dem Krankenhaus möglich“, sagt Michaela Haunold.

Pro Jahr rechnet das Projektteam mit rund 80 Menschen, die das Angebot vom Krankenzimmer nützen werden. Wer das Caritas-Krankenzimmer zur Genesung braucht, entscheiden die behandelnden Ärzte und Ärztinnen im Krankenhaus. Die Vermittlung kann aus allen Krankenhäusern in Oberösterreich erfolgen.

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