Sunday 12. July 2020
Pfarre Kopfing

Biografie

Von Altschwendt bis Kopfing
Geboren in Altschwendt am 22. Dezember 1921 als 7. von 10 Kindern, wobei das erste und das letzte bald verstorben sind.

 

 

Seine Eltern Matthias und Juliane Heinzl und seine Geschwister Maria, Juliane, Matthias (im Krieg gefallen) Anton, Franziska, Josef und Resi begleiteten ihn in der ersten Phase seines Lebens. Er sagte bereits mit 6 Jahren, dass er ein Priester werden will, so war er auch als Kind schon ein fleißiger Ministrant. Die ganze Familie musste sich einschränken, damit das Studium finanziert werden konnte, es gab damals noch keine Beihilfe.
 
Nach der Volksschule besuchte er das Petrinum bis zur 4 Klasse, dann hat der 2.Weltkrieg begonnen (1938). Das bischöfliche Petrinum wurde in eine Kaserne umgewandelt und die Schüler wurden nach Hause geschickt. Abgeschlossen hat er das Gymnasium in der Oberschule für Jungen in Ried i.I. (5-7 Klasse). In der 8 Klasse (im November) musste Alois Heinzl in den Krieg einrücken. Das Abschlusszeugnis der 7 Klasse galt dann als Reifeprüfung.
 
Kriegsjahre 1941 bis 1945:
Die Grundausbildung absolvierte er in Pilsen (dreiviertel Jahre). Sein erster Einsatz war in Polen (Warschau). Dann führte der Krieg Heinzl nach Russland – Überreichung des Maturazeugnisses in der Ukraine! – und weiter in Richtung Stalingrad. Vor der „Einkesselung“ Stalingrads fuhr er und seine Kompanie Richtung Kaukasus. Alois Heinzl muss im Krieg unter härtesten Bedienungen Telefonleitungen errichten. 1942 zog er sich eine Hüftverletzung zu, die erst 1996 operiert wurde. Aufgrund dieser Verletzung wurde er in die Vermittlung versetzt. In dieser Zeit erkrankte Alois Heinzl an Malaria und Gelbsucht.
Von Mineralnivodi kam er nach Kislavodsk ins Krankenhaus. Nach der Genesung wurde Heinzl nicht wie fast alle anderen an die Front geschickt, sondern durfte bei seiner Einheit (Telefonvermittlung) bis zur Auflösung bleiben.
Gegen Kriegsende kam er in ein amerikanisches Kriegsgefangenenlager in der Flachau (2500 Mann), dann nach Weilheim in Bayern, von dort nach der Entlassung nach Schärding-Neumarkt und dann am 20.Juni 1945 völlig ausgehungert nach Hause. Sein Vater Matthias Heinzl war inzwischen verstorben.
 
Im September 1945 trat Alois Heinzl, gemeinsam mit 46 Studenten (davon wurden 37 geweiht) ins Priesterseminar ein und studierte Kath. Theologie bis 1949. Am 29. Juni 1949 wurde er zum Priester geweiht. Am 5. Juli 1949 feierte er seine Primiz in seiner Heimatpfarre Altschwendt.
 
 
 
1950 – 1953 war Alois Heinzl Kooperator in Münzkirchen, wo er intensive Jugendarbeit geleistet hat. Der Abschied von Münzkirchen fiel ihm sehr schwer. Als der Pfarrer von Münzkirchen in Pension ging wurde er Kooperator in der Stadtpfarre Ried i.I, wo er sich jedoch nicht so wohl fühlte als im „Sauwald“.
 
1955 wurde die Pfarre Kopfing frei, und da es nicht allzu weit von Altschwendt entfernt ist und Alois Heinzl nicht mehr in Ried bleiben wollte, bewarb er sich um diese Pfarre als Pfarrer in Kopfing.
Corona Verhalten in der Pfarrkirche
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Herz Jesu Monat Juni – Herz Jesu Fest (heuer am Freitag, 19.Juni)
Altarbild der Pfarrkirche Kopfing

 

Text von Pfarrer Lambert Wiesbauer:

 

Wir freuen uns, wenn wir von einem Mitmenschen sagen können: der hat sein Herz auf dem rechten Fleck, das ist jemand voller Herzlichkeit. Herzlose Worte, Vorgänge, Entscheidungen stimmen uns traurig, tun uns weh, denn in ihnen fehlt es uns an Liebe zu Personen, zur Natur, zur Geschichte von etwas. Mit Herzlichkeit hingegen verbinden wir Einfühlungsvermögen, Rücksicht, Zärtlichkeit, Erbarmen und vieles mehr.

Unsere Welt fehlt weithin die innere Mitte, das gute Herz, von dem das Leben, die Freude, die Anteilnahme usw. ausgehen. Die Hl. Schrift spricht öfters davon, dass Gott uns Menschen das Herz aus Stein austauscht mit einem Herzen aus Fleisch, dass in ihm das Mitleid mit dem Menschen und seiner Schöpfung auflodert, denn sie haben sich von ihm abgewandt. Im Blick darauf dreht sich Gottes Herz um. Gott schickt der Welt seinen Sohn, damit er dieser Welt und uns ein neues Herz gibt. Jesus begegnet den Menschen mit aller Herzlichkeit, sosehr, dass ihn dies den Tod am Kreuz kostet.

Liebe tut weh, das hat Jesus selbst erfahren. Liebe lässt leben, macht warm, schenkt Licht, dazu will uns Jesus mit seiner Liebe führen. Liebe ermöglicht es uns, dass wir uns ganz Gott, einer bestimmten Person oder auch einer Sache hingeben.

Wie das Herz ein Zeichen für die Liebe ist, so ist das dornenumwundene und entflammte Herz Jesu mit dem Kreuz inmitten der Flammen das Zeichen für Gottes Liebe zu uns. Sie und nichts anderes feiern wir mit dem Herzen Jesu.



 

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Für den Kursbesuch brauchen Sie weder einschlägige Vorkenntnisse noch müssen Sie der römisch-katholischen Kirche angehören. Mitzubringen ist die Bereitschaft, sich auf den Prozess des theologischen Nachdenkens einzulassen und sich dafür Zeit zu nehmen.

Im Herbst 2020 starten Fernkurse mit Studienwochenenden in Burgenland und Oberösterreich. Eine Anmeldung ist ab Anfang Juni möglich.

 



 

Pfarre Kopfing
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