Sonntag 19. August 2018
Pfarre Kopfing

Herbergsuchen

Erstellt von Johann Gschwendtner

 

Bei den Heimstunden im Pfarrhof wurde unter anderem auch viel gesungen.

Dabei erkannte Pfarrer Alois Heinzl sehr bald, wer gut singen konnte und stellte daher noch im selben Jahr (1955) eine Herbergsuchergruppe zusammen. Die Lieder und Texte wurden eifrig eingelernt. Als die Probenarbeiten abgeschlossen waren und der Advent angebrochen war, konnten sie losziehen, dabei chauffierte Pfarrer Alois Heinzl sie mit seinem VW Käfer.

Sie besuchten die Familien in ihren Häusern und führten die einstudierte Herbergsuche auf. Bei ihren Gesang wurden sie von Pfarrer Alois Heinzl mit der Gitarre begleitet.

Als Aushilfen fungierten Helga Körner, Franz Reisenberger und Johann Schatzberger.

 

 

Herbergsuche damals in der Pfarre Kopfing
Herbergsuche damals in der Pfarre Kopfing

 

 

 

Zu dieser ersten Gruppe gehörten:

Fanni Bogner (vereh. Eichinger), Pauline Hamedinger (vereh. Schauer), Paul Wagnermair, Josef Ertl und Pfarrer Alois Heinzl mit der Gitarre.

 

 

 

Später folgten noch weitere drei Gruppen:

2.) Maria Plöckinger (vereh. Roßgatterer), Berti Unger (vereh. Strasser), Johann Braid und Martin Strasser.

3.) Herta Osterkorn (vereh. Gruber), Maria Osterkorn (vereh. Braid), Anton Greiner und Johann Braid.

4.) Berti Unger (vereh. Strasser), Herta Osterkorn (vereh. Gruber), Anton Greiner und Martin Strasser.

Ab den beiden letztgenannten Gruppen wechselten sie sich täglich ab und teilten sich so das Pfarrgebiet auf.

 

Bei den Herbergsuchern war es nicht gleich ersichtlich wer die Geldkassette in den Händen hielt. So war es für die Darsteller (Körner Helga) hin und wieder peinlich wenn die Hausleute das bereitgestellte Geld schon vor der Darbietung hinein geben wollten und dann bis zum Schluss mit der Spende warten mussten.

 

 

Herbergsuche damals in der Pfarre Kopfing
Gruppe der Herbergsucher ende der 1990er
Gruppe der Herbergsucher ende der 1990er

 

 

 

 

 

Neu: Caritas betreibt ein Krankenzimmer für Obdachlose
Menschen ohne Versicherungsschutz, die auf der Straße leben, werden immer wieder von Krankenhäusern in „häusliche Pflege“ entlassen. Doch diese gibt es für wohnungslose Menschen de facto nicht. Die Caritas OÖ bietet deshalb seit kurzem in Linz ein Krankenzimmer an, wo bis zu vier Obdachlose medizinisch nachbetreut und gesund gepflegt werden. Dank einer Großspende wurde der Start des österreichweit einzigartigen Projekts ermöglicht.
Durch das Leben auf der Straße können bei Obdachlosen Krankheiten wie z.B. Lungenentzündungen, aber auch Amputationswunden nicht ordentlich verheilen. „Oft verschlechtert sich der allgemeine Gesundheitszustand der Betroffenen so sehr, dass einfache Krankheiten lebensgefährlich werden“, weiß Caritas-Projektleiterin Mag.a (FH) Michaela Haunold aus ihrer 15-jährigen Erfahrung in der Arbeit mit Obdachlosen. „In Einzelfällen kommt es auch vor, dass Menschen von Krankenhäusern entlassen werden, bei denen uns mitgeteilt wird, dass sie in kurzer Zeit sterben werden. Das Krankenhaus kann aber die Kosten für den Aufenthalt dort nicht tragen.“ Daher startete die Caritas jetzt das Projekt „Krankenzimmer“ in einer Wohnung, in der bis zu vier Personen von Caritas-MitarbeiterInnen und auch Ehrenamtlichen betreut und gepflegt werden. „Ich bin sehr glücklich, dass ich im Krankenzimmer sein kann. Hier ist es mir möglich, dass ich wieder gesund werden kann, das wäre auf der Straße schwierig gewesen“, sagt Fabrizio, der zu den ersten gehört, der sich im Krankenzimmer auskurieren kann. Das Angebot der Caritas ist für die Menschen kostenlos. Es ist spendenfinanziert und der Start wurde durch eine Großspende von Dr. Werner Lawugger ermöglicht.
Bedarf bei Frauen ist groß

„Was uns selbst etwas überrascht hat: Die Hälfte der Betten sind von Frauen belegt. Täglich schauen SozialarbeiterInnen und diplomiertes Pflegepersonal vorbei und kümmern sich um die medizinische Versorgung“, sagt Michaela Haunold. Ein Arzt macht bei Bedarf ehrenamtlich Dienst. Hygiene- sowie Verbandsmaterialien stehen in der Wohnung zur Verfügung, ebenso Grundnahrungsmittel und täglich ein warmes Essen. Der Aufenthalt ist auf drei Wochen beschränkt. „Eine Verlängerung ist nach Absprache mit dem Krankenhaus möglich“, sagt Michaela Haunold.

Pro Jahr rechnet das Projektteam mit rund 80 Menschen, die das Angebot vom Krankenzimmer nützen werden. Wer das Caritas-Krankenzimmer zur Genesung braucht, entscheiden die behandelnden Ärzte und Ärztinnen im Krankenhaus. Die Vermittlung kann aus allen Krankenhäusern in Oberösterreich erfolgen.

Pfarre Kopfing
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