Mittwoch 23. August 2017
Pfarre Kopfing
Kleinkindliturgie März 2017
Heilige Messe im Glatzinger Bründl
Glatzinger Bründl
Ministrantentreffen Stift St. Florian 2015
öffentliche Bücherei Kopfing
Kleinkindliturgie März 2017 Wenn du dir vorstellen kannst, ein- bis zweimal im Jahr eine kindgerechte Liturgiefeier abzuhalten, dann melde dich im Pfarrbüro oder bei Karin Hatzmann.
Heilige Messe im Glatzinger Bründl Von Mai bis Oktober ist jeden Dienstag die Abendmesse in der Bründlkirche

Pfarrkirche Kopfing

 

 

Betritt man die Pfarrkirche (Dom­bau­mei­ster Matthäus Schlager, Weihe 1905) durch den gegenüber dem Pfarrhof gelegenen Ein­gang, leiten die Decken­ge­mälde des Mittelganges durch das hohe Langschiff Richtung Hochaltar.
 
 
Die­ser ist an der linken Seite vom Marienaltar (zwi­schen Taufbecken und Kanzel) flankiert, rechts steht der Barmherzigkeitsaltar.

Das im Nazarenerstil gestaltete Langschiff ver­mit­telt einen letzten Nach­klang des Barock. Die Decken­ge­mäl­de (Prof. Engel­bert Darin­ger, er­neu­ert von Franz Da­rin­­ger 1966) zeigen Szenen zur Verherrli­chung Christi, von rückwärts nach vorne: Ge­burt Christi, Erscheinung des Herrn, Verklä­rung, Auferstehung und Himmelfahrt.


Der herrliche Kreuzweg der alten Pfarrkirche wurde leider nach dem Bau der Kirche ver­brannt, die neuen Reliefbilder stammen aus dem Jahr 1908.

Ein bemalter Rundbogen trennt das Presby­terium vom Kirchen­schiff. Er zeigt, wie die weltlichen und geistlichen Stände sich und die Pfarrkirche dem „Herzen Jesu“ anver­trauen; im links dargestellten Ulan verbirgt sich ein Selbstbildnis des Kirchenmalers Prof. Engelbert Daringer, im Priester rechts mit der Kirche in den Händen scheint Pfarrer Johann Baptist Plasser dargestellt worden zu sein (er setzte die Kopfinger Kirche zur Universalerbin seines großen Vermögens ein und ermöglichte so erst den Neubau der Pfarrkirche).

Die beiden Seitenaltä­re leiten zum Presbyterium über:
Den MARIENALTAR links schmückt die ehemalige Gnaden­statue der Rot­bründl­kapelle „Maria mit Jesuskind“ (1756), die beiden barocken Engel stammen vom alten Taber­nakel und knieten früher beim Ausset­zungs­thron des Hoch­­altares. Über dem Altar zeigt das Kremser-Schmidt-Ge­mäl­de die „Anbe­tung der Hirten“.
Der Taufstein ist neu, die Hl. Geist – Taube stammt vom früheren Aussetzungs­thron des alten Altars.
Der rechte Seitenaltar ist als Herz Jesu – Altar der hl. Faustina gewidmet. Die Pfarre Kopfing ist derzeit die einzige Pfarre in der Diözese Linz, die eine Reliquie dieser großen Heiligen zur öffentlichen Verehrung bewahrt. Die einfache Krakauer Ordensfrau Maria Faustyna Kowalska (1905 – 1938, von Papst Johannes Paul II. heilig gesprochen) verkündete der Welt die große Botschaft der unermesslichen Barmherzigkeit Jesu, wie das Schriftband „Jesus, ich vertraue auf dich“ zeigt. Die Pfarre Kopfing erhielt als zweite Kirche Österreichs eine Reliquie der Heiligen. Das Reliquiar befindet sich im Tabernakel des Altars aufgestellt. Das neue Altarbild des Seitenaltars ist eine Kopie des Bildes vom Barmherzigen Jesus.

 

 

Da von der alten Kirche nur der Turm stehen blieb, wurde mit dem Kirchenbau das Presbyterium völlig neu gestaltet.

In der halbrunden Altarnische über dem Tabernakel zieht eine barocke Kreu­­­zi­gungs­grup­­pe (Salz­bur­ger Meister um 1750) den Blick auf sich. Diese Anordnung wird als „Gnaden­­stuhl“ bezeich­net: Gott Vater hält das Kreuz, der Längsbalken des Kreu­zes mit den Wol­ken da­rüber steht für die Him­mel­fahrt Christi. Das Kreuz reicht von der Erde (Maria am Kreuzessockel) durch die Wol­ken empor in den Himmel bis hinauf zu Gott Vater.

Flankiert wird diese Himmel und Erde verbindende Kreuzigungsgruppe von zwei Statuen, welche die beiden Kirchenpatrone Johannes Evangelist und Johannes den Täufers darstellen, - ebenso wie beiden wunderschönen Glasfenster gleich daneben; ihre Stifter waren der gebürtige Kop­finger Johann Nepo­muk Hauser (Priester, päpstlicher Prälat, Landes­hauptmann von Ober­österreich; 1866-1927) und Pfarrer Matthias Hufnagl (1867 – 1937), 1904 / 05 „Bauherr“ der Kopfinger Pfarrkirche. An den Seitenwänden zeigen die Statuen neben den Fenstern St. Josef und St. Anna.

Die vier Statuen (wahrscheinlich 18. Jh.) stammen aus der alten Pfarrkirche und von Bauernhöfen der Pfarrgemeinde.

Das Deckenge­mälde zeigt das „Lamm Gottes“ auf dem Buch mit den 7 Siegeln, es ist ein Werk des Salzburger Bildhauers Sepp Meierhofer.
 
Geht man den Mittel­gang zu­rück, kommt die Empore mit der schö­nen Orgel in den Blick.
Die Vorder­ansicht wur­de von Dom­bau­mei­ster Matthäus Schlager ent­worfen, die Orgel (29 Register, 2 Manuale) 1913 vom Orgelbau­meister Brein­bauer aus Ottens­heim gebaut.

 

 Dr. Josef Ruhland

 
 
 
Literatur:

Heinzl, Alois: Pfarrblätter. Eigen­vervielfälti­gung: Kopfing 1955 – 1992.
Klaffenböck, Johann: Mündliche Hinweise.
Ruhland, Josef: Heimatbuch der Gemeinde Kopfing. OÖ. Landes­ver­lag: Ried 1976.

 



 

Die Pfarrkirche im Wandel der Zeit

von 1906 bis jetzt

My beautiful picture


 

 


 

 

 



 

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